Schnecken-Bekämpfung bei Raps

Nacktschnecken stellen vor allem in feuchteren Gebieten eine große Gefahr für Rapskeimlinge dar. Deshalb sollte eine Schneckenbekämpfung bereits einige Tage nach der Saat in Betracht gezogen werden.
Nacktschnecken können vor allem bei kleinen Rapspflanzen erhelbliche Fraßschäden verursachen.
Nacktschnecken können vor allem bei kleinen Rapspflanzen erhelbliche Fraßschäden verursachen.
Nach dem Anbau stellen Nacktschnecken vor allem in feuchteren Lagen eine große Gefahr für kleine Rapspflanzen – insbesondere für Keimlinge – dar. Eine erste Bekämpfungsmaßnahme kann das Walzen nach der Saat sein. Damit werden die für Ackerschnecken notwendigen Hohlräume reduziert. Zudem verbessert das Walzen nach der Saat den Kontakt zwischen Samen und Boden.
Zur Kontrolle können an mehreren Stellen im Feld feuchte Jutesäcke oder Bretter mit einigen Schneckenkörnern darunter ausgelegt werden. Werden darunter Schnecken entdeckt, so sollte eine chemische Bekämpfung mit Schneckenkorn vorgenommen werden. An Präparaten zur
chemischen Schneckenbekämpfung stehen metaldehydhältige Produkte wie z.B. Delicia Schneckenlinsen, Mollucide Pro, Arinex und Metarex zur Verfügung. Mesurol (Wirkstoff Methiocarb) ist sehr regenstabil, hat aber leider eine leicht negative Wirkung auf in den obersten Bodenschichten befindliche Regenwürmer. Seit zwei Jahren auf dem Markt ist ein biologisches Produkt auf Basis Eisen-IIIPhosphat mit dem Handelsnamen Sluxx.
Die Behandlung sollte bereits wenige Tage nach der Saat erfolgen, da Nacktschnecken vor allem Keimlinge bevorzugen. Durch Randstreuungen wird lediglich die Zuwanderung der Wegschnecken unterbunden. Die mit Abstand dominanteste Schneckenart im Raps, die Genetzte Ackerschnecke, befindet sich aber in den Hohlräumen des Ackerbodens und wird dadurch nicht bekämpft.

Aktualisiert am: 16.08.2012 09:31
Landwirt.com Händler Landwirt.com User