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Schmallenberg-Virus bremst oberösterreichische Rinderexporte

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2012 exportierten Oberösterreichs Rinderzüchter rund 12.000 Tiere. 1.500 Zuchtrinder gingen an Inländische Käufer. 2012 schwächte der Schmallenber-Virus den Export etwas ab, für 2013 erwartet man wieder steigernde Verkaufszahlen.
Die Türkei war 2012 mit fast 5.000 Rindern der größte Abnehmer von Oberösterreichischen Rindern.
Die Türkei war 2012 mit fast 5.000 Rindern der größte Abnehmer von Oberösterreichischen Rindern.
Im Sommer 2012 wurde in Österreich der Schmallenberg-Virus erstmals nachgewiesen. Dies bremst den Rinderexport in einige Länder, sodass die Quote von knapp 13.000 Zuchtkalbinnen 2012 nicht ganz erreicht werden wird. Dennoch sind die oberösterreichischen Rinderhalter mit dem Exportergebnis 2012 laut LK-Präsident Franz Reisecker zufrieden. Immerhin werden heuer voraussichtlich 12.000 Tiere vorrangig in die Türkei, nach Algerien, Russland und Kasachstan verkauft. Nachdem der Großteil der Tiere mittlerweile immun gegen das Schmallenberg-Virus ist, wächst auch die Hoffnung, dass die Exporte im Lauf des Jahres 2013 wieder den alten Schwung zurückgewinnen.

1.500 Zuchtrinder im Inland vermarktet
Der Erlös aus diesem Export liegt bei 1.500 Euro je Tier, was umgerechnet auf den Gesamtexport einen Rohertrag von etwa 18 Mio. Euro ergibt. Darüber hinaus werden jährlich 1.500 Zuchtrinder zu einem Gesamtwert von rund 3 Mio. Euro im Inland vermarktet. "Größter Abnehmer war wieder die Türkei mit knapp 5.000 Rindern bis Jahresende. Das Land weist ein starkes Bevölkerungswachstum auf, womit auch die Nachfrage nach Milch und Rindfleisch steigt. Daher ist man auf Zukäufe von Zuchttieren angewiesen, wenn die eigene Produktion gesteigert werden soll ", erklärt Franz Kaltenbrunner, Geschäftsführer des Rinderzuchtverbandes Oberösterreich.

Moderne Infrastruktur
Die oberösterreichischen Zuchtverbände haben in den vergangenen Jahren massiv in Verkaufsanlagen investiert, etwa in den Neubau eines Rinder-Vermarktungszentrums in Freistadt, das 300 Tieren Platz bietet und drei Exportställe aufweist. Dadurch kann den ausländischen Käufern immer ein interessantes Angebot bereitgestellt werden. Außerdem werden hier die von den Importländern vorgeschriebenen Gesundheitsuntersuchungen durchgeführt, denn neben der erstklassigen genetischen Qualität stellt auch der hohe Gesundheitsstatus ein wichtiges Verkaufsargument dar. "Aus derzeitiger Sicht wird die gute Nachfrage nach Zuchtrindern auch 2013 anhalten. Die Zuchtverbände sind laufend in Kontakt mit den Exportfirmen und den wichtigen Abnehmern, um den Markt kontinuierlich mit den gewünschten Mengen und Qualitäten versorgen zu können. Insbesondere sollte es gelingen, den Export nach Russland und die angrenzenden Staaten nach der Sperre aufgrund des Schmallenberg-Virus wieder zu öffnen. Dann müsste es möglich sein, auch 2013 an die Ausfuhrerfolge der vergangenen Jahre anzuknüpfen ", ist Kaltenbrunner optimistisch. (AIZ)


Aktualisiert am: 11.12.2012 13:23
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