Schlachtung: Rumäniens Landwirte halten an Hausschlachtung fest

Das Bukarester Landwirtschaftsministerium schätzt die Zahl der Hausschlachtungen auf 2,5 bis 2,8 Millionen. Durch die traditionellen Hausschlachtungen zu Weihnachten wird jeweils ein großes Loch in den landesweiten Schweinebestand gerissen.
Die "Weihnachtsschlachtungen" machten z.B. im Dezember 2007 etwa 40 % der gesamten Schweineschlachtungen des Jahres aus. Rumäniens Landwirte und Dorfbewohner halten weiter an einem alten Brauch fest und haben für das zurückliegende Weihnachtsfest deutlich mehr Schweine privat geschlachtet als in den Vorjahren.

Rund 65 % aller Schweine werden von Bauern geschlachtet

Der rumänische Schweinebestand zum Stichtag 1. August 2008 belief sich nach Angaben des Bukarester Statistikamtes (INS) auf 5,5 Millionen Tiere; das waren 12 % weniger als ein Jahr zuvor. Davon waren 3,15 Millionen Mastschweine mit einem Gewicht ab 50 kg. Insgesamt 1,88 Millionen Schweine wurden im ersten Halbjahr 2008 in Rumänien mit einem durchschnittlichen Schlachtgewicht von 102 kg pro Tier geschlachtet.

Die Hausschlachtung von Schweinen ist noch immer die Regel. Der gewerbliche Anteil an den gesamten Schlachtungen belief sich daher 2006 auf lediglich 30 %; im Jahr 2007 waren es 36 %, so Agra-Europe. (ISN)


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Aktualisiert am: 10.01.2009 19:00
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