Schlachtschweinemarkt erstmals seit Jahresbeginn fester

In Deutschland und Österreich wurde die Mastschweinenotierungen für die Kalenderwoche 7 um 3 Cent nach oben geschraubt. Lesen Sie hier die Markteinschätzungen der Experten.
Die Schlachtschweinenotierungen wurden für die Kalenderwoche 7 in Österreich und Deutschland um 3 Cent angehoben.
Die Schlachtschweinenotierungen wurden für die Kalenderwoche 7 in Österreich und Deutschland um 3 Cent angehoben.
Am deutschen Schlachtschweinemarkt ist es zum ersten Mal in diesem Jahr zu einem Preisanstieg gekommen. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschafen (VEZG) setzte am Freitag vergangener Woche ihre Leitnotierung nach oben, und zwar um 3 Cent/kg auf 1,68 Euro/kg Schlachtgewicht (SG). Die erzeugernahen Vermarktungsorganisationen begründeten diesen Schritt mit einem kleiner werdenden Schlachtschweineangebot, das trotz Karneval und der darauf folgenden Fastenzeit nur knapp dem Bedarf der Schlachtbetriebe entspreche. Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) merkte zudem an, dass mittlerweile eine Differenz zwischen dem Durchschnittspreis an ihrer Internetschweinebörse und den Erlösmöglichkeiten bei großen Schlachtunternehmen von 2 Cent/kg bis 4 Cent/kg bestehe, was als deutliches Signal für eine Marktverbesserung gewertet werden könne.

Marktsituation in Österreich
Auch in Österreich wurde der Basispreis für Schlachtschweine um 3 Cent auf 1,53 Euro angehoben. Dr. Johann Schlederer vom VLV schätzt den österreichischen Markt wie folgt ein: "Auch in Österreich stehen die Marktparameter im Einklang mit den europäischen Verhältnissen. Frischfleischaktionen im LEH setzten die erwarteten Impulse, industrie- und exportorientierte Fleischhändler sprechen allerdings von Arbeit ohne Lohn. Auf Basis eines unterdurchschnittlichen Angebotes schlachtreifer Schweine für die kommende Woche wurde ein Plus von 3 Cent fixiert.
Tendenz: Für weitere, unmittelbar bevorstehende Aufwärtsbewegungen dürfte zurzeit zu wenig Dynamik in den Warenströmen stecken. Darüber wird man vermutlich erst nach dem Aufgehen der deutschen Exportschleusen Richtung Russland sprechen können."

Aktualisiert am: 12.02.2013 11:22
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