Schlachtschweine sind gesucht – weiterer Preisanstieg gefordert

Die Abgabebereitschaft der Erzeuger ist zu Wochenbeginn nicht so hoch wie erwartet, so dass das Angebot an schlachtreifen Schweinen in Deutschland nicht übermäßig ausfällt.
Lebhafte Nachfrage nach Schlachtschweinen und Ferkeln

Wie die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) berichten bestellen die Schlachtunternehmen Schlachtschweine recht zügig. Schlachtschweine werden bereits mit deutlichen Zuschlägen über dem aktuellen Preisniveau gehandelt. Alternativ wird für Schlachtschweine bereits für die Lieferung zu Wochenbeginn der neue Vereinigungspreis zugesagt. Auch am Ferkelmarkt entspannt sich die Situation zusehends. Das verfügbare Ferkelangebot reicht vielfach nicht aus um die lebhafte Nachfrage von Seiten der Mäster komplett zu bedienen.

Fleischexporte nach Russland laufen wieder an

Hintergrund für diese geradezu euphorische Stimmung sind zum einen die wieder angelaufenen Fleischexporte nach Russland und die gute Nachfrage der Schlachtunternehmen. Zum anderen tragen der Monatsanfang mit gesteigerter Kaufbereitschaft der Verbraucher und auch die Einführung der Privaten Lagerhaltung dazu bei.

Zur Vollkosten-Deckung wäre ein Preis von 1,70 Euro/kg Schlachtgewicht notwendig

Aber nicht nur aus der Perspektive der aktuellen Marktsituation am Schlachtschweinemarkt, sondern auch aufgrund der Kostenbelastung der Schweinehalter ist ein Preisanstieg dringend notwendig. Eine aktuelle Berechnung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat ergeben, dass unter Berücksichtigung der Vollkosten ein Preis von 1,70 EUR/kg SG erforderlich ist, um kostendeckend zu wirtschaften. Neue Futterkontrakte können nur zu höheren Preisen abgeschlossen werden (Quelle: ISN; schweine.net).


Aktualisiert am: 31.01.2011 16:23
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