Schlachtschweine: Deutschland hat die Schallmauer von 1 Million wöchentlich durchbrochen

Mit etwa 950.000 Schlachtungen und rund 100.000 lebend exportierten Tieren hat Deutschland die "1 Million-Schweine-Schallmauer" je Woche durchbrochen.
Das deutlich gestiegene Angebot und der Rückgang der Nachfrage im Inland stellten die Branche insgesamt vor neue Herausforderungen, sagte Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Detlef Breuer. Bei einem Selbstversorgungsgrad von 110 Prozent sei der Export von essentieller Bedeutung. Immerhin erfreuten sich die deutschen Schweinehalter noch der Preisführerschaft in Europa. Und das sei auch dem zunehmendem Export von Schlachtschweinen in andere EU-Länder wie Österreich, Italien, Polen, Rumänien und die Slowakei zu verdanken.

Rund 56 Millionen Schlachtungen dieses Jahr

Laut Breuer werden im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich mehr als drei Millionen Schweine aus Deutschland lebend exportiert. Das würde immerhin 6,5 Prozent der Eigenerzeugung beziehungsweise jedes 15. Schwein bedeuten, so der ISN-Geschäftsführer. Aufgrund des jetzt erfolgten erneuten Preisrückgangs sei es zu einem größeren Marktungleichgewicht gekommen, was sich aktuell in einer nochmals verstärkten Nachfrage, insbesondere aus Osteuropa, niederschlage.

Die Wachstumschancen für die nordwestdeutsche Veredlungsregion stufte Breuer als "gut" ein. Die heimische Schlachtbranche setze auf weiteres Wachstum, was sich in zusätzlich geplanten Schlachtungen von vier Millionen Tieren im Jahr mit dem Gesamtziel von 60 Millionen Schlachtschweinen niederschlage. In diesem Jahr dürften in Deutschland nach Angaben des ISN-Geschäftsführers insgesamt rund 56 Millionen Schweine geschlachtet werden. (Quelle: AgE)


Aktualisiert am: 02.10.2009 09:12
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