Schlachtrindermarkt von knappem Angebot geprägt

Am EU-Schlachtrindermarkt wird das Angebot derzeit unionsweit als knapp beurteilt. In Österreich ist die Nachfrage derzeit stabil, die Preise bei Jungstieren ziehen leicht an, bleiben aber teilweise deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Bei Jungstieren und weiblichen Rindern ziehen die Preise leicht an.
Bei Jungstieren und weiblichen Rindern ziehen die Preise leicht an.
Die Nachfrage ist regional unterschiedlich. Die Preise sind meist stabil, bei weiblichen Rindern regional leicht anziehend. In Deutschland wurden im ersten Jahresdrittel 2011 um 3,8% weniger Rinder geschlachtet. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes blieben vor allem die Schlachtungen von Kühen und Jungstieren deutlich unter dem Vorjahresniveau, während bei den Kälbern ein Plus verzeichnet wurde. Die Rindfleischerzeugung verringerte sich von Jänner bis April um 4,1%. In Österreich ist das Angebot laut Mitteilung der Rinderbörse bei Jungstieren diese Woche knapp. Die Nachfrage wird als stabil bezeichnet, die Preise ziehen bei Jungstieren und Ochsen leicht an. Bei Schlachtkühen ist die Menge nach Auslaufen der 6-monatigen Haltefrist bei Mutterkühen gestiegen. Die Nachfrage wird hier als sehr rege beschrieben, die Notierungen für Kühe und Kalbinnen bleiben stabil. Bei Schlachtkälbern ist der Markt ausgeglichen.

Erwartungen für die kommende Woche
Die Österreichische Rinderbörse erwartet diese Woche für Stiere der Handelsklasse R2/3 zwischen 3,08 und 3,29 Euro netto je kg Schlachtgewicht. Für Kalbinnen (R2/3) dürften 2,73 bis 2,94 Euro gezahlt werden. Für leichtere Schlachtkühe (R2/3, zwischen 340 und 370 kg) werden 2,45 bis 2,64 Euro erwartet, für Kühe über 400 kg (Handelsklasse U2/3) dürften sich die Erlöse zwischen 2,61 und 2,77 Euro bewegen. Schlachtkälber (R2/3) notieren zwischen 4,68 und 4,80 Euro. Bei Bioschlachtkälbern (R2/3) geht die Rinderbörse von 5,48 bis 5,65 Euro je kg aus.


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Aktualisiert am: 06.07.2011 11:42
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