Schlachtrindermärkte der EU – uneinheitliche Tendenzen

Die Notierungen für Schlachtrinder an den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben zum Jahresbeginn keine klare Tendenz gezeigt. Um 1,6 bis 3% aufwärts ging es in Österreich für die Jungbullen-, Schlachtkuh- und Schlachtfärsenpreise um.
Die europäischen Schlachtrindermärkte zeigten sich in der vergangenen Woche sehr durchwachsen und uneinheitlich.
Die europäischen Schlachtrindermärkte zeigten sich in der vergangenen Woche sehr durchwachsen und uneinheitlich.
Das Preisniveau auf den europäischen Schlachtrindermärkten für Jungbullen der Handelsklasse R3 verminderte sich laut Angaben der EU-Kommission in der Woche zum 10. Januar 2010 saisonal um 4,98 Euro bzw. 1,5% auf 321,67 Euro je 100kg Schlachtgewicht. Ausschlaggebend waren hohe Abschläge in Italien. Ansonsten tendierten die Preise in den meisten anderen wichtigen Produktionsländern stabil. Die Preise in Deutschland gaben allerdings leicht nach, und zwar um 0,3%. Leichte Aufschläge wurden hingegen in Frankreich registriert. Über Erlösverbesserungen von 1,6% konnten sich die Rinderhalter in Österreich freuen.

Schlachtkuhmarkt relativ stabil
Auf niedrigem Niveau gefestigt präsentierte sich zuletzt der Markt für Schlachtkühe. Für Tiere der Handelsklasse O3 stellte die EU-Kommission eine Durchschnittsnotierung von 216,85 Euro/100kg SG fest, das waren 2,66 Euro oder 1,2% mehr als eine Woche zuvor. Dabei erhöhte sich das Preisniveau in Deutschland und Österreich um mehr als 3%. Aus Rumänien und Schweden wurden sogar Preissprünge von mehr als 6% gemeldet. In Tschechien und Dänemark stiegen die Preise für O3-Kühe jeweils um rund 2,0%. Andererseits gaben die Preise in Italien um 2,1% nach.

Schlachtfärsen
Stabil tendierten in der Berichtswoche die Notierungen für Schlachtfärsen. Für Tiere der Handelsklasse R3 erhöhte sich das Preisniveau saisonal um 2,32 Euro oder 0,8% auf 308,85 Euro/100kg SG. Dabei meldeten Polen und Österreich Erlösverbesserungen von mehr als 3% für die Rinderhalter. In Belgien, Dänemark, Irland, Tschechien, Frankreich und Spanien erhöhte sich das Preisniveau um 0,9% bis 1,5%. (AgE)

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Aktualisiert am: 21.01.2010 21:53
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