Schlachtrindermärkte der EU - uneinheitliche Tendenzen

Die Notierungen für Schlachtrinder an den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben in der Woche zum 15. November 2009 keine klare Tendenz gezeigt. Österreich hatte vor allem bei den Schlachtkühen hohe Abschläge zu verkraften.
Die Märkte für Schlachtrinder zeigen sich sehr uneinheitlich in den einzelnen EU- Ländern.
Die Märkte für Schlachtrinder zeigen sich sehr uneinheitlich in den einzelnen EU- Ländern.
Das Preisniveau für Jungbullen der Handelsklasse R3 stieg laut Angaben der EU-Kommission im gewogenen Mittel saisonal um 3,79 Euro oder 1,2% auf 315,40 Euro je 100kg Schlachtgewicht (SG). Dabei kletterten die Notierungen in Italien um 2,7%. Schweden meldete sogar ein Plus von 3,8%. Im Rahmen des EU-Mittels bewegten sich die Aufschläge in Deutschland, Spanien und Tschechien. In Österreich verbesserte sich das Preisniveau um 0,9%. Gut behaupten konnten sich die Preise für R3-Rinder in Frankreich. Andererseits gaben die Notierungen in Irland um 0,8% nach.

Schlachtkühe
Leicht schwächer präsentierte sich zuletzt der Markt für Schlachtkühe. Für Tiere der Handelsklasse O3 wurden im EU-Mittel 212,50 Euro/100kg SG erlöst; das waren 0,55 Euro oder 0,3% weniger als eine Woche zuvor. Die stärksten Abschläge mussten die Milchviehhalter in Österreich mit einem Minus von 3,8% verkraften. Wenig besser erging es den Landwirten in Spanien und Großbritannien, wo die Notierungen jeweils um rund 2,5% nachgaben. Um 0,8% bis 1,6% sanken die Werte für O3-Kühe in Frankreich, Irland, Belgien, Ungarn und Italien. Andererseits stiegen die Preise in Deutschland um 0,9%.

Schlachtkalbinnen
Ebenfalls etwas schwächer tendierten in der Berichtswoche die Notierungen für Schlachtfärsen der Handelsklasse R3, für die 307,80 Euro/100kg SG gezahlt wurden; das waren 1,30 Euro oder 0,4% weniger als eine Woche zuvor. Ausschlaggebend war die Entwicklung in Italien mit einem Minus von 2,3%. In Dänemark fielen die Preise um 1,0%. Seitwärts tendierten die Notierungen für R3-Färsen in Deutschland, Irland und Belgien. Deutlich bergauf ging es in Österreich und den Niederlanden bei Aufschlägen von 1,0% beziehungsweise 2,1%. (AgE)



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Aktualisiert am: 23.11.2009 21:04
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