Scheitholzkessel für alte Häuser konkurrenzlos günstig

Niedrige Investitions- und Rohstoffkosten. Damit punktet eine moderne Scheitholzheizung im Vollkostenvergleich gegenüber anderen Heizformen, wie eine Studie der Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) über die Lebenszykluskosten bei einem Heizkesseltausch in alten Einfamilienhäusern zeigt.
Knapp 6 Cent/kWh ist Scheitholz gegenüber Heizöl günstiger (Stand: Sep. 2012).
Knapp 6 Cent/kWh ist Scheitholz gegenüber Heizöl günstiger (Stand: Sep. 2012).
Im September 2012 kostete Brennholz/hart 4,32 Cent/kWh, während Heizöl mit 10,05 Cent/kWh zu Buche schlug. Bei einem Bedarf von 20.000 kWh/Jahr erspart sich laut Studie der Scheitholznutzer rund 400 Euro im Jahr gegenüber dem Ölheizer. Bei 40.000 kWh beträgt die Ersparnis sogar 2.200 Euro/Jahr. „Bei aktuell gleichbleibenden Energiepreisen könnte die Mineralölwirtschaft einem Kesseltausch-Kunden eine Heizung schenken und diese wäre über die 20 Abschreibungsjahre vergleichsweise noch immer zu teuer“, erklärt dazu Horst Jauschnegg, Vorsitzender des Österreichischen Biomasse-Verbandes.

Scheitholzheizung-Revival
Dass viele Kunden den Kostenvorteil schätzen, zeigen die erfreulichen Absatzzahlen der Kesselhersteller im Scheitholzsegment. Laut Jauschnegg setzen insbesondere sicherheitsbewusste Kunden auf diese Technologie. „Mit rund 50 % Anteil zählt Österreich zu den waldreichsten Regionen Europas. Brennholz fällt zum Großteil als Nebenprodukt bei der Holzernte an und kommt nach nur wenigen Verarbeitungsschritten und geringen Transportdistanzen zu den Kunden. Damit garantiert das Heizen mit Scheitholz auch die Unabhängigkeit von Industrie und Importen.“ Zudem wird die Kesseltechnologie zusehends verbessert. Auch gilt heut: „Die Mehrheit der Scheitholzkessel-Neukunden verfügen über keine eigenen Holzquellen“, widerlegt Jauschnegg ein gängiges Vorurteil.

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Aktualisiert am: 09.10.2012 18:40
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