Scheiber: Erneuerbare statt fossile Energie fördern!

„Das bestehende Ökostromgesetz alias Fossilenergieförderungsgesetz ist unbrauchbar. Das sehen mittlerweile sogar jene ein, die das energie- und umweltpolitische Machwerk in den vergangenen Monaten schönreden
wollten“, erklärte der Geschäftsführer des Österreichischen Biomasse-Verbandes, Ernst Scheiber, im Rahmen einer Pressekonferenz.
Um den Beschlüssen der EU, der Österreichischen Bundesregierung sowie den extremen Klimaproblemen Rechnung zu tragen, muss das "Ökostromgesetz neu“ drei wesentliche Ziele anpeilen:

• Entsprechend den Vorgaben der EU muss Österreich seine CO2-Emmissionen bis 2020 wesentlich verringern. Geradezu kontraproduktiv wäre der Ausbau der Gas-Kraftwerke, die den CO2-Ausstoß in den
nächsten Jahren dynamisieren würden.
• Mit gesetzlichen Rahmenbedingungen, wie sie mit dem derzeit gegebenen Ökostromgesetz gelten, wird Österreich die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen bis 2020 in keinster Weise auf 85 % erhöhen können. Tatsächlich steht Österreich zurzeit bei einem Anteil von Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bei knapp 60 %.
• Die derzeit bürokratischen Schikanen durch das Ökostromgesetz müssen in einer entsprechenden Neufassung zur Gänze abgeändert werden. Die künftigen Produzenten von Windenergie und Strom aus Biogas brauchen höhere Tarife sowie Verträge entsprechend dem deutschen Einspeisegesetz für erneuerbare Energie (EEG) – das sind 20 Jahre Tariflaufzeit.

„Die Verfasser eines `Ökostromgesetz neu´ sind daher aufgefordert, sich darauf zu besinnen, dass sie die Aufgabe haben, ein Gesetzeswerk zu schaffen, dass erneuerbare Energien und nicht fossile Energie fördert“,
schloss Scheiber,


Aktualisiert am: 04.06.2007 09:59

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