Scheiber: Big Player signalisieren Durchbruch bei erneuerbarer Energie

Österreichischer Biomasse-Verband begrüßt Engagement von Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien und OMV.
Aus der von der Wirtschaftskammer Österreich präsentierten Studie „Wirtschaftskraft der Ökoenergien“ geht klar hervor: Österreichs Klein- und Mittelbetriebe arbeiten schon längst überaus erfolgreich im Geschäftsfeld der Ökoenergie. 32.700 Arbeitsplätze und ein jährlicher Umsatz der Branche von rund 1,5 Milliarden Euro beweisen, dass aus dem einstigen Hoffnungsmarkt der Zukunft ein ertragreicher Markt der Gegenwart geworden ist. Nun kündigen auch zwei „Big Player“ der österreichischen Wirtschaft – die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien und die OMV – ein massives Engagement im Umweltbereich an. Der Siegeszug der Ökoenergien wird dadurch prolongiert.

Österreichischer Biomasse-Verband erwartet weiteren Biomasse-Boom
„Das Engagement von Raiffeisen und OMV markiert einen Meilenstein in der Entwicklung der Ökoenergie-Branche, weil erstmals österreichische Großunternehmen dieses Thema kaufmännisch und medial besetzen“, betont Prof. Dkfm. Ernst Scheiber, Geschäftsführer des Österreichischen Biomasse-Verbandes, und fügt hinzu: „Wir begrüßen den Schritt in diese Richtung und stellen mit Genugtuung fest, dass die jahrzehntelange Arbeit des Österreichischen Biomasse-Verbandes in Sachen erneuerbarer Energie nunmehr reichlich Früchte trägt.“

Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien geht voran…
Mit rund 100 Millionen Euro an Eigenkapital für Investitionen will die Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien ihren Schwerpunkt im laufenden Geschäftsjahr auf erneuerbare Energien legen. Dadurch soll ein Gesamtinvestitionsvolumen von 400 Millionen Euro ausgelöst werden. Dieser Betrag könnte allerdings mit der Hereinnahme von weiteren strategischen Partnern auf ein Investitionsvolumen von 800 Millionen bis eine Milliarde Euro anwachsen, stellte Generaldirektor Erwin Hameseder fest.

OMV komplettiert Produkten-Palette
Die OMV, Mitteleuropas führender Erdöl- und Ergaskonzern, wird in ihrer neu gegründeten „OMV Future Energy Fund“-Tochter sämtliche Aktivitäten im Bereich erneuerbarer Energien bündeln. Projekte innerhalb des Konzerns zur Forcierung neuer Technologien rund um die Themen Biofuels, Biogas, Treibhausgasreduktion sowie Energieffizienz werden mit mehr als 100 Millionen Euro unterstützt und sollen weitere Investitionen in der Höhe von 500 Millionen Euro auslösen. Damit soll laut Generaldirektor Wolfgang Ruttensdorfer das Geschäftsfeld erneuerbare Energie so weit aufbereitet werden, dass es in das Kerngeschäft des Unternehmens profitabel integriert werden kann.

Großes Interesse an geplanten Projekten
Dass natürlich bei einem derartigen finanziellen Engagement im Ökoenergiesektor großes Interesse von Seiten der Allgemeinheit an den daraus resultierenden Projekten besteht, ist kaum verwunderlich. „Der Österreichische Biomasse-Verband wird diesem Informationsbedürfnis Folge leisten und die weitere dynamische Entwicklung der erneuerbaren Energie in Mitteleuropa nach besten Kräften unterstützen“, kündigt Scheiber an.

Mehr Infos unter www.biomasseverband.at


Aktualisiert am: 10.07.2006 09:42
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