Schafmilch schafft Erleichterung bei Neurodermitis

Die Resultate der Studie „Schafmilch bei Neurodermitis“ ergaben eine signifikante Senkung des Kortison- und Antihistaminikabedarfs bei Neurodermitis Patienten.

Schafmilch und deren Produkte wirken sich nachweislich günstig auf Neurodermitis aus.
Schafmilch und deren Produkte wirken sich nachweislich günstig auf Neurodermitis aus.
Ziel dieser Studie war es, den Effekt des Schafmilchkonsums bei Neurodermitispatienten wissenschaftlich zu dokumentieren. Durch das Zusammenspiel eines mit den Patienten gemeinsam erarbeiteten individuellen Pflegeschemas für die erkrankte Haut, einer, den persönlichen Bedürfnissen angepassten und dennoch ausgewogenen Mischkost, ergänzt durch Schafmilch und deren Produkte, kam es zu einer nachweisbaren Verbesserung sowohl des objektiven als auch des subjektiven Hautzustandes. Kuhmilch und Kuhmilchprodukte wurden durch eine Gabe von 250 ml Schafmilch bzw. Schafmilchprodukten (50–100 g) täglich ersetzt. So konnte der Verbrauch an Antihistaminika um 93 % und der an Kortison um 89,5 % reduziert werden! Die Lebensqualität der Studienteilnehmer hat sich damit entscheidend verbessert.

Hervorzuheben ist auch der hohe Anteil an Orotsäure in Schafmilch und deren Produkten. Der Gehalt an Orotsäure ist in Schafmilch ca. 4 mal so hoch wie in Kuhmilch. Es handelt sich hierbei um einen Baustein des Vitamin B 13, der als wachstumsregulierender und antianämischer Faktor bezeichnet wird. In dem Zusammenhang wird eine krebshemmende und aufbauende Wirkung von Orotsäure diskutiert. Auch der Kalziumgehalt, in Bezug auf Osteoporose ein wichtiger Faktor, ist in Schafmilch um ca. 1/3 höher als in Kuhmilch. Weiters sind Schafmilchprodukte leicht verträglich und bekömmlich.

Schafmilch und deren Produkte, in Kombination mit einer ausgewogenen Mischkost, wirken sich nachweislich günstig auf Neurodermitis aus und können als Ernährungsmuster empfohlen werden. Neurodermitis ist dadurch nicht heilbar, man kann jedoch den subjektiven Zustand und somit die Lebensqualität der Betroffenen wesentlich verbessern.

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Aktualisiert am: 13.09.2004 15:06
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