Schafkäse im Trend bei Konsumenten

Die Produktion von reinem Schafkäse weist ein hohes Wachstumspotenzial auf und beläuft sich auf mehr als 150 Tonnen. Die Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP hat eine Umfrage durchgeführt, um mehr über dieses Nischenprodukt zu erfahren und um die Praxis mit genaueren Kenntnissen über die Zusammensetzung und die Qualität von Schafmilch zu unterstützen.
Die Herstellung von reinem Schafkäse hat sich in den vergangenen fünf Jahren nicht nur nahezu verdoppelt (82 t im Jahr 2000; 153 t im Jahr 2004), sie bietet angesichts der stetig ansteigenden Nachfrage auch einen Markt mit fortwährendem Wachstumspotenzial. Kleingewerbliche Käsereien und bäuerliche Verarbeitungsbetriebe sehen hier interessante Zukunftsperspektiven. Bestimmte Schafhalter kaufen auch die Milch anderer Produzenten, um sie in ihrer eigenen kleingewerblichen Käserei zu verarbeiten.

Die Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP hat bei Verarbeitungsbetrieben von Schafmilch eine Umfrage durchgeführt, um die aktuelle Situation zu erfassen. Es wurden insgesamt 14 Betriebe aus allen Regionen der Schweiz befragt, 7 gewerbliche Käsereien und 7 Landwirtschaftsbetriebe mit eigener Milchverarbeitung. Die durchschnittlich pro Jahr verarbeitete Milchmenge betrug 53.000 Liter (10.000 bis 200.000 l). Insgesamt produzieren die 14 Betriebe 85 t Käse und 220 t Milchspezialitäten. In den besuchten Betrieben erfolgt die Zulieferung der Milch von etwa 40 Produzenten. Die sechs kleinsten Betriebe verarbeiten nur die selbst produzierte Milch. Der grösste erhält hingegen Milch von 9 verschiedenen Schafmilchproduzenten zur Weiterverarbeitung.

Mehr Infos unter: www.alp.admin.ch


Aktualisiert am: 24.07.2006 09:55
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