Schädlinge in der Kultur: der Rüsselkäfer

Der Große Braune Rüsselkäfer (Hylobius abietis) ist ein gefährlicher Schädling und verursacht in Nadelholzkulturen regelmäßig große Schäden. Vor allem nach den Sturmereignissen der letzten Jahre und der darauf folgenden Borkenkäferprobleme vermehrte er sich regional so stark, dass es trotz Bekämpfungsmaßnahmen starke Ausfälle in vielen Kulturen gab.
Typisches Fraßbild des großen braunen Rüsselkäfers auf einer jungen Fichtenpflanze
Typisches Fraßbild des großen braunen Rüsselkäfers auf einer jungen Fichtenpflanze
Der Schaden wird ausschließlich durch den Käfer verursacht. Die Generationsdauer, also die Entwicklung vom Ei bis zum fertigen Käfer dauert 1 – 2 Jahre. Unter günstigen Bedingungen schlüpfen die Käfer bereits im Herbst des ersten, die meisten schlüpfen aber erst im Frühjahr des zweiten Jahres. Zusammen mit den überwinternden Käfern kommt es dann zu der ersten und in der Regel stärksten Fraßperiode. Im Spätsommer kommt es erneut zu einem stärkeren Fraß. Durch ihre Langlebigkeit, sie werden 2 – 3 Jahre alt, ist allerdings bei einer Massenvermehrung während der ganzen Vegetationsperiode mit intensivem Fraß zu rechnen. Die Eier werden von etwa Mai bis September an Baumstümpfen abgelegt. Die Larven entwickeln sich im Bast der toten Stöcke bzw. deren flach streichenden Wurzeln. Die Käfer können sich fliegend über weitere Strecken (vor allem im Frühjahr) und, vor allem in der übrigen Zeit, „zu Fuß“(träge, ca. 30-40 m /Tag) fortbewegen.

Lesen sie mehr über den großen braunen Rüsselkäfer im Fachbeitrag von DI Bernhard Perny, dem Forstschutzexperten des BFW Wien in der Ausgabe 08/2012 unseres Fachmagazins "der fortschrittliche Landwirt!


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Aktualisiert am: 26.03.2012 05:31
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