Sauen eingliedern: Grundlage für den Betriebserfolg

Die Eingliederung von Jungsauen wird in vielen Ferkelerzeugerbetrieben noch nicht professionell betrieben. Dabei hat diese Phase großen Einfluss auf die Lebensleistung und damit die Wirtschaftlichkeit der späteren Zuchtsau.
Ein ruhiger Umgang mit den Tieren ist gefragt. Hektik versetzt die Jungsauen in Angst und verursacht Stress.
Ein ruhiger Umgang mit den Tieren ist gefragt. Hektik versetzt die Jungsauen in Angst und verursacht Stress.
Das Ausfindigmachen eines Problems ist gerade im sauenhaltenden Betrieb sehr schwierig, da die Ursachen sehr breit gefächert sind. Sehr oft stellt sich bei genauer Recherche heraus dass die Ursache in einer mangelhaften Eingliederung von Jungsauen liegt.

Gesundheitsstatus
Ein einheitlicher Gesundheitsstatus ist für eine möglichst risikominimierte Produktion von großer Bedeutung. Neben individuellen Hygienekonzepten hat eine sachgerechte Eingliederung von zugekauften Jungsauen höchste Bedeutung für den Betriebserfolg. In der Regel unterscheidet sich der Gesundheitsstatus am Betrieb von den neu in den Bestand eingebrachten Tieren. Um sich vor Krankheitsausbrüchen zu schützen, ist eine optimale Quarantäne durchzuführen.

In jedem Bestand bildet sich eine herdenspezifische Immunität aus. Da in jedem Bestand jährlich mindestens 30 % der Tiere ergänzt werden müssen, birgt jede neue Einbringung von Tieren das Risiko einer Infektion, gegen die der Altbestand wenig beziehungsweise gar keinen Schutz hat.

Grundregeln beim Zukauf von Sauen
*Jungsauen sollten prinzipiell nur von einem Betrieb zugekauft werden. Nach Möglichkeit ist mit dem Lieferanten ein fixer Plan zu vereinbaren, um immer einen Jungsauenpool am Betrieb zu haben, auf den bei Bedarf zurückgegriffen werden kann. Die Anzahl der Lieferungen im Jahr sollte so gering wie möglich gehalten werden (nicht öfter als 6, besser ist 4 mal/Jahr).

*Impfprogramme müssen auf den beteiligten Betrieben abgesprochen und angepasst werden.

*Regelmäßige Untersuchungen sollten durchgeführt und eventuelle Probleme offen diskutiert werden. Eine ehrliche Kommunikation ist Grundvoraussetzung einer guten Zusammenarbeit. Vor Krankheiten ist niemand gefeit, der offene Umgang damit hilft aber, Schäden gering zu halten.

*Ein Zukauf von ungedeckten Jungsauen ist empfehlenswert, und die Tiere sollten nicht älter als 5 -6 Monate alt sein.

*Ein Quarantänestall ist eine unbedingte Notwendigkeit!

Autor: Hans-Peter BÄCK, Styriabrid


Aktualisiert am: 08.02.2007 17:24
Landwirt.com Händler Landwirt.com User