Säurezusatz im Schweinefutter hat viele positive Effekte

Die organischen Säuren, die dem Futter zugesetzt werden, sind in der Regel „Verbindungen, die im Organismus gebildet und somit als natürliche Produkte angesehen werden.“ Sie hemmen in unterschiedlicher Stärke das Wachstum von Bakterien, Pilzen oder Hefen.
Organische Säuren wirken auf verschiedene Weise:
- sie dienen der Futterkonservierung
- sie verbessern die Futterhygiene
- sie verbessern sie Leistungen der Tiere.

Ferkel profitieren besonders vom Säureeinsatz

„Ziel des Säurezusatzes ist, die Futterqualität zu sichern und die Keimentwicklung zu stoppen. Säuren können Futter nicht besser machen, als es vorher war.“ Allerdings lässt sich der Verderb aufhalten, indem der pH-Wert im Futter durch den Säurezusatz gesenkt wird. Die meisten Keime können in einem sehr sauren Milieu bei einem pH-Wert unter 4 oder gar unter 2 nicht existieren. Die Absenkung des pH-Wertes wirkt sich auch auf die Salzsäurebildung Magen positiv aus; wovon besonders Ferkel profitieren.


Welche Säuren werden wie eingesetzt?

Propion- und Sorbinsäure wirken antimikrobiell. Ameisen-, Fumar- und Zitronensäure senken den pH-Wert deutlich ab. Soll Pilzwachstum verhindert werden, kommen vornehmlich Propion- und Sorbinsäure zum Einsatz. Gegen Bakterien, speziell E.coli, wirken Ameisensäure und Benzoesäure. Ameisensäure kann darüber hinaus gegen Salmonellen eingesetzt werden. Das Wachstum von Bakterien grenzt auch die Benzoesäure ein, die den pH-Wert im Harn senkt und das Entstehen von Ammoniak reduziert. „Zitronensäure wird nicht nur häufig über das Trinkwasser eingesetzt, sondern kann auch den Geschmack des Futters verbessern.“

Durchfälle in der Ferkelaufzucht verhindern

Das Haupteinsatzgebiet der organischen Säuren ist die Ferkelaufzucht, denn hier lassen sich Durchfälle wirksam vermeiden. Wie hoch die einzelnen Säuren dosiert werden müssen, hängt von der verwendeten Säure ab: 0,25 % Ameisensäure-Zusatz können die Zunahmen in der Ferkelaufzucht bereits verbessern. Achtung bei höherer Dosierung von 1,5 %, denn hier wurde das Futter nicht mehr gerne gefressen. Auch das Mischen verschiedener organischer Säuren wird in der Praxis erfolgreich durchgeführt. Mischen Landwirte organische Säuren ins Schweinefutter oder setzen dem Tränkewasser Zitronensäure zu, so müssen sie ein HACCP-Konzept zur Sicherung der futtermittelrechtlichen Vorgaben einrichten. (Quelle: deuka.de „Säure sichert die Futterqualität ab“ von Andrea Meyer in Land & Forst 3/2010, S. 18 – 19)


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Aktualisiert am: 16.03.2010 20:08

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