Sägeindustrie: Nutzungsbeschränkungen gefährden Holzversorgung

Als Beitrag zum Klimaschutz muss die Nutzung von Holz gesteigert werden. Nur ein bewirtschafteter Wald kann die Schutzfunktion erfüllen und seine Aufgabe als CO2-Speicher im Klimawandel gewährleisten.
Die Fichte ist die bedeutendste Baumart in Österreich.
Die Fichte ist die bedeutendste Baumart in Österreich.
Durch zunehmende Nutzungsbeschränkungen wird eine ausreichende Holzversorgung gefährdet", erklärte heute der Vorsitzende der Österreichischen Sägeindustrie, Hans Michael Offner, in einer Aussendung. "Wenn Umweltschutzorganisationen oder diesen nahe stehende Zertifizierungsstellen Forderungen aufstellen, dass ein bestimmter Prozentsatz von Wäldern gänzlich aus der Nutzung genommen werden soll, dann halte ich das für realitätsfremd und gefährlich", machte Offner klar. Dies würde die gesamte österreichische Säge- und Holzindustrie gefährden.

Fichte wichtigste Holzart
"Fast 40 % der Fläche Österreichs sind bereits naturschutzrechtlich geschützt", erklärte Offner. Gleichzeitig sei fast die Hälfte der Bundesfläche, nämlich 47 %, mit Wald bedeckt. Die bedeutendste Baumart sei mit über 53 % die Fichte. Auch für die heimische Säge- und Holzindustrie sei sie die wichtigste Holzart für die Verarbeitung. Immerhin 98 % der Produktion der Sägeindustrie entfielen auf Fichtenholz. "Eine falsch verstandene Biodiversität darf nicht dazu führen, dass diese Baumart verteufelt wird und bei Aufforstungen kaum mehr vorkommt", warnte Offner.
Die österreichische Sägeindustrie ist ein großer Industriebereich mit ca. 1.200 Betrieben, bei denen annähernd 10.000 Arbeitnehmer beschäftigt sind. Die Ausfuhrquote liegt bei zwei Drittel der Produktion. Die Alpenrepubik ist der fünftgrößte Exporteur von Schnittholz weltweit.


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Aktualisiert am: 11.03.2010 21:06
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