Saatmais als oberösterreichischer Exportschlager

Die Maiszuchtstation in Schönering ist international sehr erfolgreich. "In Oberösterreich hat sich die Saatbau Linz als international konkurrenzfähiger Produzent von Saatmais etabliert. Auf 1 200 ha werden neue Sorten vermehrt. Die garantierte Gentechnikfreiheit des oberösterreichischen Saatmaises macht ihn zum Exportschlager", so Vizepräsident der LK Oberösterreich, Franz Reisecker.
Geerntet werden weltweit etwa 780 Mio. t Mais, was ca. einem Drittel der gesamten Getreideproduktion entspricht. In Oberösterreich wird aktuell auf 1.200 ha Vermehrungsflächen gentechnikfreies Maissaatgut produziert.
Geerntet werden weltweit etwa 780 Mio. t Mais, was ca. einem Drittel der gesamten Getreideproduktion entspricht. In Oberösterreich wird aktuell auf 1.200 ha Vermehrungsflächen gentechnikfreies Maissaatgut produziert.
Wie wichtig dieses Agrarprodukt ist, zeigen die weltweiten Daten: So entfällt mehr als ein Drittel der jährlichen globalen Getreideernte (2009: ca. 2,2 Mrd. t) auf Mais (2009: ca. 780 Mio. t). Dieser stellt in vielen Ländern die wichtigste Nahrungsgrundlage dar. In Europa ist er als Futterbasis für Schweine, Geflügel und Rinder Grundlage der Tierproduktion. Darüber hinaus ist Mais ein wichtiger Rohstoff der chemischen Industrie durch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten seiner Stärke. In den USA wird etwa ein Drittel der entsprechenden Ernte in der Bioalkoholproduktion verwendet.

Einkommenschance für Landwirte
Binnen kürzester Zeit wurde die Vermehrungsfläche für Maissaatgut in Oberösterreich von 300 auf heuer 1.200 ha ausgeweitet. Das gute produktionstechnische Wissen der dortigen Betriebe, verbunden mit den guten klimatischen Bedingungen, hat zuletzt zu dieser starken Ausweitung geführt. Ein Schlüssel zum Erfolg ist die garantierte Gentechnikfreiheit des produzierten Saatgutes, welche dieses zu einem Exporterfolg macht. "Durch konsequente Grundlagenarbeit und eine erfolgreiche Strategie wurden neue Einkommenschancen für unsere Bauern geschaffen", freut sich der LK OÖ-Vizepräsident. Insgesamt 170 Betriebe beschäftigen sich in Oberösterreich mittlerweile mit der anspruchsvollen Produktion von Saatmais, die viel Know-how und Arbeitseinsatz verlangt. In Reihen werden männliche und weibliche Pflanzen nebeneinander angebaut. Nach der Pollenspende werden die männlichen Pflanzen vernichtet. Bei den weiblichen Pflanzen hingegen wird die Rispe entfernt, um die Pollen auf den Narbenfäden der weiblichen Linie zu sichern. Zur Bewältigung dieser sogenannten gelenkten Befruchtung wurden Entfahnungsmaschinen angeschafft, mit deren Hilfe die weiblichen Rispen entfernt werden. Im Herbst werden schließlich die Kolben geerntet, deren Maiskörner als Saatgut für das folgende Jahr dienen. (Schluss)


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Aktualisiert am: 25.08.2009 15:04
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