SVB: Leistungen brauchen Beiträge

Das Leistungsvolumen der bäuerlichen Sozialversicherung beträgt knapp 2,7 Milliarden Euro jährlich. Das ist deutlich mehr als die gesamten Förderungen an die Landwirtschaft ausmachen. Obwohl erst durch die Beitragszahlungen Leistungen an die bäuerlichen Versicherten möglich sind, stößt dies manchmal bei den Versicherten auf Unverständnis.
Die Sozialversicherungsanstalt der Bauern hat die gesetzliche Verpflichtung, die Beiträge für die bäuerliche Sozialversicherung einzuheben. Dazu zählen neben den Beiträgen für den Flächenbetrieb auch die Einkünfte aus bäuerlichen Nebentätigkeiten. Leider muss die SVB feststellen, dass die Meldepflicht bei den Nebentätigkeiten oft missverstanden wird und die Einnahmen nicht oder nicht in richtiger Höhe der SVB bekannt gegeben werden. Weiters besteht bei manchen bäuerlichen Versicherten ein Informationsdefizit. Auf diese Tatsachen hat die SVB reagiert und 2004 die Betriebsprüfung ins Leben gerufen. Dabei werden einerseits über Anfragen bei Auftraggebern oder andere Hinweise Betriebe gefunden, die keine Einnahmen aus bäuerlichen Nebentätigkeiten gemeldet haben. Zusätzlich werden auch durch einen Zufallsgenerator Betriebe ausgewählt, deren Meldung vom Betriebsprüfer näher unter die Lupe genommen wird. Dabei geht es nicht um ein „Zerlegen des Betriebes“, sondern es wird die individuelle Situation im Rahmen eines Gesprächs erhoben. Somit steht auch die Beratung in allen Belangen der bäuerlichen Sozialversicherung im Vordergrund.

Auch der SVB ist bewusst, dass die Beiträge für die bäuerliche Sozialversicherung oftmals als drückend empfunden werden, es darf aber nicht vergessen werden, dass ohne Beiträge keine Leistungen an die Versicherten möglich sind. Wer weiß, ob man nicht selbst plötzlich durch eine Krankheit oder einen Unfall in eine Lage kommt, wo man die umfassende soziale Absicherung der bäuerlichen Sozialversicherung dringend benötigt.

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Aktualisiert am: 15.05.2007 18:57
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