SVB: Ein Kind kommt – welche Leistungen gibt es?

Die bäuerlichen Familien zählen immer noch zu den kinderreichsten Bevölkerungsgruppen. Wenn ein Kind zur Welt kommt, zählt dies zu einem der schönsten Ereignisse im Leben. Allerdings ist es für die werdenden Mütter auch interessant zu wissen, auf welche Leistungen sie Anspruch haben.
Seit 2002 gibt es das Kinderbetreuungsgeld für alle Mütter oder Väter, unabhängig von einer Erwerbstätigkeit und einer eigenen Sozialversicherung.
Seit 2002 gibt es das Kinderbetreuungsgeld für alle Mütter oder Väter, unabhängig von einer Erwerbstätigkeit und einer eigenen Sozialversicherung.
Viele Arbeiten im Betrieb sind unaufschiebbar. Damit der Bäuerin im Falle einer Schwangerschaft eine Entlastung ermöglicht wird, bietet die SVB wahlweise zwei Leistungen an. Das Wochengeld dient dazu, sich selbst eine geeignete Hilfe zu organisieren. Die zweite Variante ist die Beistellung eines Betriebshelfers über den Maschinenring. Anspruch auf diese Leistungen besteht grundsätzlich für die letzten acht Wochen vor der voraussichtlichen Entbindung, den Tag der Entbindung und für die ersten acht Wochen nach der Geburt. Bei Frühgeburten-, Mehrlings- oder Kaiserschnittgeburten verlängert sich der Zeitraum nach der Geburt auf 12 Wochen. Die Inanspruchnahme von Wochengeld oder Betriebshilfe ist auch schon früher als acht Wochen vor der Geburt möglich, wenn bei Fortdauer der beruflichen Tätigkeit das Leben oder die Gesundheit von Mutter oder Kind gefährdet wäre. Das Beschäftigungsverbot ist durch ein amtsärztliches Zeugnis nachzuweisen.
Anspruch auf Leistungen aus der bäuerlichen Sozialversicherung haben die Betriebsführerin, hauptberuflich mitarbeitende Ehefrauen, Töchter/ Schwiegertöchter sowie die mitversicherte Gattin, Lebensgefährtin oder Tochter (allerdings kein Wochengeld oder Betriebshilfe).

Anträge und Meldungen nicht vergessen!
Spätestens am Beginn des 3. Monats vor der voraussichtlichen Entbindung sollte eine ärztliche Bestätigung mit den persönlichen Daten der Schwangeren und dem voraussichtlichen Entbindungstag an die SVB geschickt werden. Die ärztliche Bestätigung ersetzt allerdings nicht den Antrag auf die Leistungen Wochengeld oder Betriebshilfe. Ist daher geplant, eine Betriebshilfe über den Maschinenring in Anspruch zu nehmen, muss ein Antrag vor Einsatzbeginn beim zuständigen Maschinenring gestellt werden – spätestens drei Monate vor der voraussichtlichen Entbindung. Das Schreiben der SVB über den Leistungszeitraum ist diesem beizulegen. Der Maschinenring verrechnet nach Abschluss des Einsatzes die durchgeführten Einsatztage. Die SVB übernimmt die Kosten im anerkannten Ausmaß, höchstens EUR 40,36 täglich. Nach der Geburt des Kindes ist es notwendig, eine Geburtsbestätigung bzw. eine Kopie der Geburtsurkunde an die SVB zu schicken.
Für die Auszahlung des Wochengeldes ist ein Antrag nach Ablauf von acht (zwölf) Wochen nach der Entbindung zu stellen. Das Wochengeld beträgt täglich 24,37 Euro (Wert 2007) und wird grundsätzlich im Nachhinein in einem Betrag für den gesamten Zeitraum, in dem Anspruch besteht, überwiesen. Wochengeld bzw. Betriebshilfe erhalten Bäuerinnen, die als Betriebsführerinnen tätig sind, sowie die im Betrieb hauptberuflich beschäftigte Ehefrau, Tochter oder Schwiegertochter.

Information der SVB
Die notwendigen Formulare erhalten Sie in jedem Regionalbüro und diese können auch über die SVB-Website unter www.svb.at (Onlineservices/Formulare) ausgedruckt werden. Für alle Fragen zum Wochengeld und Kinderbetreuungsgeld hat die SVB ein eigenes Kompetenzzentrum im Regionalbüro Oberösterreich, welches unter der Nummer 0732/76 33-4420 erreichbar ist, eingerichtet.


Aktualisiert am: 24.08.2007 12:07
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