SVB-Beiträge werden ausgesetzt

Durch ein Entlastungspaket im Ausmaß von 170 Mio. Euro werden die Sozialversicherungsbeiträge für Österreichs Bauern für ein Quartal ausgesetzt. Die Rückzahlung muss bis Jänner 2019 erfolgen, hieß es nach dem heutigen Ministerrat. Der ÖVP-Bauernbund kämpft weiter für ein echtes Quartalsstorno.
Ein Quartalsbeitrag für die bäuerliche Sozialversicherung wird für 2016 ausgesetzt. (Foto: Archiv)
Ein Quartalsbeitrag für die bäuerliche Sozialversicherung wird für 2016 ausgesetzt. (Foto: Archiv)
Wie bereits angekündigt, wurde jetzt auf Vorschlag von Bundesminister Andrä Rupprechter im Ministerrat ein Entlastungspaket im Ausmaß von rund 170 Mio. Euro für Österreichs Bauern beschlossen. Ein Quartalsbeitrag für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe zur Sozialversicherung wird für 2016 ausgesetzt. Die dafür notwendigen Mittel werden aus vorhandenen Rücklagen der Sozialversicherung bereitgestellt. Das bedeutet keine zusätzliche Belastung des laufenden Budgets.

Alleine im vergangenen Jahr 2015 gingen die landwirtschaftlichen Einkommen im Durchschnitt um 17 % zurück. Auch 2016 werden Einbußen erwartet. Die Situation wird zudem durch zunehmend extreme Wetterverhältnisse verschärft, das zeigen die Frostschäden vom April dieses Jahres. „Unsere bäuerlichen Familienbetriebe sind das Zukunftsmodell für eine nachhaltige, umweltorientierte und sozial verträgliche Ernährungssicherung. Durch das Aussetzen der Beiträge gewinnen sie finanziellen Spielraum in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit“, erklärt Rupprechter.

Dem Bauerbund geht diese Zusage zu wenig weit, er besteht auf ein echtes Quartalsstorno. „Es dürfe keine Rückzahlung, und damit auch keine (spätere, vorübergehende, Anm.) Beitragserhöhung der Sozialversicherung für die Bauern geben. Das gelte ohne Wenn und Aber. Da gibt es keinen Millimeter Spielraum“, betont Bauernbund-Präsident Jakob Auer in einer Presseaussendung.

Aktualisiert am: 13.07.2016 18:21
Landwirt.com Händler Landwirt.com User