SUS - Herkunftssicherung außerhalb des AMA-Gütesiegels

Rund 10 Jahre nach Einführung des Rindfleischkennzeichnungssystems BOS hat die AMA-Marketing GmbH als Programmbetreiber das Programm SUS (lat. Schwein) im Schweinebereich entwickelt.
Schlachthälften mit SUS-Etiketten
Schlachthälften mit SUS-Etiketten
Seit Jahresbeginn wird durch die Vorgabe einer großen österreichischen Handelskette auf einigen Schlachtbetrieben bereits nach den Richtlinien von SUS gearbeitet. Wesentlichster Inhalt ist die Nachvollziehbarkeit und Dokumentation der Herkunft im Bereich der Geburt, Mast und Schlachtung. Der Klassifizierer ist für die ordnungsgemäße Auslobung der Herkunft am Etikett verantwortlich. Dieses wird einmal pro Schlachtkörperhälfte auf der Schlögelinnenseite angebracht. Ein ordnungsgemäß ausgefüllter Lieferschein und eine vollständige und leserliche Tätowierung am Schlachtkörper sind entscheidende Faktoren für die Landwirte.

Herkunft Österreich

Bei der Auslobung „Herkunft Österreich“ müssen die Schweine in Österreich geboren, gemästet und geschlachtet werden. Unter diesen Voraussetzungen wird auch der Name und die Adresse des Bauern am Etikett ausgelobt. Wird ein Kriterium nicht erfüllt (z.B. Geburt der Ferkel in Deutschland) ist die Auslobung „Herkunft Österreich“ nicht möglich.

Geburt

Erfahrungen zeigen, dass am Lieferschein das Feld „Geburtsland“ noch nicht lückenlos ausgefüllt wird. Jedem Schweinemäster wird dringend empfohlen, dieses Feld zukünftig auszufüllen. Diese Angabe am Lieferschein ist die Basis für die Auslobung der Herkunft Österreich am Etikett.

Mast

Grundlage für die Auslobung der österreichischen Herkunft ist die rechtzeitige Stempelung der Schlachtschweine spätestens vier Wochen vor der Schlachtung mit Beachtung der nachfolgenden Bedingungen:

  • Richtige Zusammensetzung der Ziffern und Buchstaben
  • Beidseitige Kennzeichnung
  • Nach jeder Tätowierung wieder in Farbe tauchen
  • Reinigung nach Gebrauch
  • Rechtzeitiger Austausch von Verschleißteilen


Dieser Bereich ist bereits jetzt Bestandteil der Tierkennzeichnungsverordnung und wird im Rahmen von CC-Kontrollen überprüft. Nicht ordnungsgemäß gekennzeichnete Schweine fallen aus dem SUS-Programm und anderen Markenprogrammen (z.B. AMA-Gütesiegel Gustino) heraus. In diesen Fällen kann durch den Klassifizierer eine richtige Zuteilung des Schlachtkörpers zum entsprechenden Landwirt nicht garantiert werden.

Schlachtung

Das Genusstauglichkeitskennzeichen des Beschautierarztes ist die Basis für die Auslobung „Herkunft Österreich“ durch die Sicherstellung der Schlachtung in einem österreichischen Schlachtbetrieb.

Wichtige Tipps für Schweinemäster

  • Nur SUS-Lieferscheine verwenden
  • Lieferscheine unbedingt vollständig ausfüllen (vor allem Teilnahme von Markenprogram-men, Angabe von Geburt und Mast, Unterschrift)
  • Leserliche und rechtzeitige Tätowierung


(Quelle und Autor: oefk.at, DI Markus Koblmüller)


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Aktualisiert am: 24.03.2010 15:06
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