SIP 5-fach-Mähkombination Silvercut Disc 1500

Die Gigantomanie der Agritechnica wirft ihre Schatten voraus. SIP präsentiert einen neuen 15 Meter breiten Großflächenmäher für den Traktoranbau. Wir waren beim ersten Einsatz in Slowenien dabei.
Die neue Mäher-Dimension: Fünf Scheibenmäher mit knapp 15 m Arbeitsbreite.
Die neue Mäher-Dimension: Fünf Scheibenmäher mit knapp 15 m Arbeitsbreite.
Lohnunternehmer und Großbetriebe fordern eine hohe Schlagkraft beim Mähen. Nur so lassen sich kurze Schönwetterperioden optimal ausnutzen. In der Königsklasse über 12 Meter Arbeitsbreite tummeln sich aber nur wenige Hersteller.

Die Großflächenmäher
Das Urgestein unter den Großflächenmähern ist der selbstfahrende Big M von Krone. Er punktet mit seiner hohen Motorleistung, Wendigkeit und der Möglichkeit einer Schwadzusammenführung. Den zweiten Selbstfahrmäher baute bis vor wenigen Jahren Claas mit dem 14 m breiten Cougar. Er ist aber mittlerweile nur mehr als Gebrauchtmaschine zu haben. Nicht ganz so breit ist die gezogene JF GXT Triple-Kombination 13005 von Kongskilde. Den 12,3 m breiten Mäher gibt es nur „auf Anfrage“. Diese Beispiele zeigen, wie schwierig dieses schmale Marktsegment ist. SIP nimmt die Herausforderung an und sagt dem Selbstfahrer Big M mit einem neuen Konzept den Kampf an. Ein mutiger Schritt für den vergleichsweise kleinen slowenischen Hersteller.

Diese 5-fach-Mähkombination von SIP wird erstmals auf der Agritechnica zu sehen sein.
Diese 5-fach-Mähkombination von SIP wird erstmals auf der Agritechnica zu sehen sein.
Das SIP-Konzept
SIP hat sich als Ziel gesetzt, für jeden Grünlandkunden die passende Technik zum Mähen, Zetten und Schwaden anzubieten. Die erste Großmaschine war der Kreiselheuer Spider 1500 T mit 14 Kreiseln und einer Arbeitsbreite von 15 m im Jahr 2011. Jetzt folgen der Großflächenmäher mit fünf Balken und ein neuer 12,5 m breiter Vierkreiselschwader. Beide Maschinen werden erstmals in zwei Wochen auf der Agritechnica gezeigt. Ab diesem Zeitpunkt zählt SIP zu den wenigen Herstellern, die alle Kunden vom kleinen Bergbauern bis hin zum Großbetrieb bedienen können.
Der SIP Großflächenmäher ist für den Anbau an einen Standardtraktor konzipiert. Das soll die Verfahrenskosten gegenüber einem Selbstfahrer deutlich senken. Ein Selbstfahrmäher kostet zwischen 450.000 und 500.000 Euro inkl. MwSt. SIP gibt für seine 5-fach-Mähkombination einen Richtpreis von rund 130.000 Euro an. Natürlich muss da noch der passende Großtraktor mit rund 250.000 Euro Neupreis hinzugerechnet werden. Das ergibt bei Neuanschaffung einen theoretischen Kostenvorteil von rund 100.000 Euro für das SIP-Konzept.
Der wirklich ausschlaggebende Punkt ist aber, dass der Traktor auch andere Arbeiten verrichten kann und sich dadurch die Fixkosten für die Zugmaschine deutlich reduzieren lassen.

Alle Mähbalken werden hydraulisch entlastet und haben eine hydraulische Anfahrsicherung.
Alle Mähbalken werden hydraulisch entlastet und haben eine hydraulische Anfahrsicherung.
Unsere ersten Einsätze mit dem Prototyp Silvercut
Disc 1500 TFC haben wir mit einem Fendt 936 Vario absolviert. Vorne arbeitet ein Silvercut Disc 340 F S-Flow (siehe LANDWIRT 17/2017 ab Seite 60 – Praxistest). Die Heckkombination besteht aus weiteren vier Silvercut-Balken mit jeweils 3,25 m Schnittbreite. Die Mähbreite dieses Giganten beträgt bei rund 50 cm Überlappung zum Frontmähwerk und 35 cm zwischen den vier Balken im Heck 14,55 m. Bei Mähgeschwindigkeiten bis 15 km/h lassen sich damit Flächenleistungen von 15–20 ha/h erzielen. Den minimalen Leistungsbedarf in ebener Lage beziffert der Hersteller mit rund 350 PS.

Aussichten
Diese 5-fach-Mähkombination von SIP wird erstmals auf der Agritechnica zu sehen sein. Unser Prototyp war mit Zinkenaufbereiter ausgestattet. Künftig kann man die Maschine auch mit Rollenaufbereiter oder ohne Aufbereiter ordern. Für das kommende Jahr plant SIP eine Kleinserie von etwa fünf Stück. 2019 soll die Maschine voll verfügbar sein. Wir sind gespannt, ob SIP mit dem Konzept in die Fußstapfen des Claas Cougar treten und auf dem von Krone dominierten Markt mitmischen kann.
Mehr über die Technik dieses neuen Mäher-Giganten erfahren Sie im LANDWIRT 21/2017 (Erscheinungstermin 1. November 2017).

Bestellen Sie kostenlos und unverbindlich Ihr Probeheft Ausgabe 21/2017, solange der Vorrat reicht.

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Aktualisiert am: 28.10.2017 18:15

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