SAUERBURGER Dingo 3000: Robuster Kern, glanzlose Fassade

Der Rotormulcher Dingo 3000 von Sauerburger hämmert mit seinen breiten Schlägeln alles klein. Dieser „Landwirt“-Praxistest zeigt die Stärken und Schwächen dieses Mulchers.
Anbauturm, Rahmen und Rotorchassis machen einen robusten Eindruck.
Anbauturm, Rahmen und Rotorchassis machen einen robusten Eindruck.
Das Familienunternehmen Sauerburger Traktoren- und Gerätebau bietet für verschiedenste Einsatzzwecke ein breites Produktprogramm von Häckslern und Mulchern. Neben den typischen Geräten für die Landwirtschaft hat Sauerburger auch Spezialgeräte für den Wein- und Obstbau sowie für Kommunen und für die Forstwirtschaft im Angebot. Auf der letzten Agritechnica stellte Sauerburger nach eigenen Angaben den weltgrößten Schlägelhäcksler Pegasus mit einer Arbeitsbreite von 9,5 m vor. Neben dieser Vielfalt von Zerkleinerungsgeräten baut Sauerburger auch spezielle Bodenbearbeitungsgeräte und Schmalspurtraktoren.

Heck- und Frontanbau
Unser Testkandidat war für Heck- und Frontanbau, also mit doppeltem Dreipunktbock und einem Zapfwellendurchtrieb ausgestattet. Der An- und Abbau des Häckslers ist einfach. Auch beim Frontanbau bereitet das anhängen des Oberlenkers kein Problem, da für das Abstellen der Häcksler eine Abstellstütze montiert ist. Für Front- oder Heckeinsatz bedarf es keinerlei Umbauten. Mit der Geometrie des Dreipunktanbaubockes kamen wir auch im Frontanbau mit den verschiedensten Traktoren gut zurecht. Für Traktoren mit einer Front-EHR bzw. Geräteentlastung hätten wir uns fixe Löcher für die Unterlenkerbefestigung gewünscht. Laut Auskunft des Herstellers gibt es dafür spezielle Bolzen, die das Langloch blockieren.
Der Dingo hat auf beiden Anbauböcken nur Langlöcher für die Unterlenkerhalterungen. Für die Gelenkwelle und für die Hydraulikschläuche gibt es eine Parkstellung, damit sie nicht am Boden liegen und verschmutzt werden.

Fazit: Funktionell und praktisch
Der Sauerburger Dingo 3000 ist funktionell gebaut und erfüllt seine Aufgaben verschiedene Materialien fein zu zerhacken gut. In den Kernelementen Rotor, Stützwalze, Dreipunktturm und Rotorgehäuse ist er auch robust gebaut. Zu bröckeln beginnt die schöne Fassade aber bei den Details wie Seitenverschub und Abdeckung der Ein- und Auslassöffnungen. Trotz dieser glanzlosen Fassade ist es eine praktische und funktionelle Maschine.

Autor: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau


Aktualisiert am: 19.06.2008 16:21
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