Russlands Agrarbranche sucht nach Auswegen aus Finanzkrise

Die russischen Branchenverbände sollen demnächst Maßnahmen vorschlagen, um die Auswirkungen der Finanzkrise auf den nationalen Agrar- und Ernährungssektor zu mildern.
Das Landwirtschaftsministerium wird dann alle Ideen und Forderungen zusammenfassen und als einheitliches Konzept des gesamten Wirtschaftszweiges an die Regierung weiterleiten. Dies haben Ressortchef Alexej Gordejew und 17 Branchenorganisationen gemeinsam beschlossen.

Laut Gordejew erhalte das Ministerium derzeit Meldungen über Schwierigkeiten bei der Finanzierung der Land- und Ernährungswirtschaft. Dabei handle es sich nicht nur um Investitionskredite, sondern auch um die Bereitstellung der Umlaufmittel. Die beim Treffen erörterten Schritte zielen dem Ressortpressedienst zufolge auf die Gewährleistung sämtlicher Investitionsprojekte im Rahmen des nationalen Programms für die Ländliche Entwicklung 2008 bis 2012, aber auch auf die Kreditversorgung von für den Binnenmarkt produzierenden Unternehmen ab.

Das Umfeld für die Überwindung der Schwierigkeiten sei günstig, beteuerte Gordejew. Seit mehr als zwei Jahren sei das Interesse privater Investoren an der russischen Landwirtschaft dank der staatlichen Fördermaßnahmen groß. Letztere bestünden vor allem in der Verbilligung von Krediten. Insbesondere die tierische Erzeugung, aber auch die Getreideproduktion erlebten einen Aufschwung, so der Minister. Die staatlichen Hilfen hätten auch den landwirtschaftlichen Kleinproduzenten zur Konsolidierung auf genossenschaftlicher Basis und zur Teilnahme an der Marktproduktion verholfen. (AIZ.info)


Aktualisiert am: 15.10.2008 19:13
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