Russland wird weniger Getreide exportieren

Das russische Forschungsinstitut für Agrarmarktkonjunktur geht davon aus, dass die russischen Getreideexportmengen im ersten Halbjahr 2013 stark zurückgehen. Im 2. Halbjahr 2012 waren diese sehr hoch.
Im vergangenen Jahr musste Russland die niedrigste Weizenernte der letzten zehn Jahre hinnehmen.
Im vergangenen Jahr musste Russland die niedrigste Weizenernte der letzten zehn Jahre hinnehmen.
Der Export von russischem Getreide werde im ersten Halbjahr relativ gering ausfallen. Das Moskauer Forschungsinstitut für Agrarmarktkonjunktur (IKAR) prognostiziert diese Entwicklung. Gründe dafür dürften ein knappes Angebote und vergleichsweise hohe Preise im Inland sein. Zudem erwarten die Fachleute einen deutlichen Anstieg der Getreideimporte, wobei vor allem Weizen aus Kasachstan bezogen werden dürfte. Auch dürften die restlichen 3,6 Mio t Getreide aus dem zentralen Interventionsfonds noch vermarktet werden.

Maisexport auf Rekordniveau
Insgesamt rechnet IKAR zum Ende des Wirtschaftsjahres 2012/13 mit einem Getreidebestand in Russland von nur mehr gut 9 Mio t, darunter 4,5 Mio t bis 5,0 Mio t Weizen. Auf die Getreideernte 2012 in Höhe von 70,7 Mio t entfielen lediglich 37,7 Mio t auf Weizen. Das war die kleinste Menge seit zehn Jahren. Gleichzeitig gehörte ein Rekordaufkommen von 7,9 Mio t Körnermaisernte zu den Besonderheiten des Erntejahres 2012. Russlands Maisausfuhren erreichten im zweiten Halbjahr 2012 mit gut 900 000 t ebenfalls ein neues Spitzenniveau. Insgesamt wurden von Juli bis Dezember des vergangenen Jahres laut IKAR 13,3 Mio t Getreide exportiert. Eine größere Menge wurde bisher nur in der zweiten Jahreshälfte 2011 mit 17,0 Mio t ausgeführt. AgE

Aktualisiert am: 08.01.2013 17:27
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