Russland will private Schweinehaltung verbieten

Wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) erwägt die Moskauer Regierung ein Verbot der privaten Schweinehaltung. Laut Regierungsschef Medwedew breite sich die Seuche auch deshalb weiter aus, weil gerade Kleinproduzenten gegen die Sicherheitsvorschriften verstoßen.
Die russische Regierung will die private Schweinehaltung verbieten. Sie trage zur Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest bei.
Die russische Regierung will die private Schweinehaltung verbieten. Sie trage zur Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest bei.
Im Kampf gegen die weiter grassierende Afrikanische Schweinepest (ASP) wird in Russland derzeit über ein Verbot der Schweinehaltung in privaten Haushalten nachgedacht. Betroffen wären private Hofwirtschaften der Bevölkerung sowie kleinere Landwirtschaftsbetriebe. Die Maßnahme wurde jetzt von Arkadij Dworkowitsch vorgeschlagen, der als stellvertretender Ministerpräsident unter anderem für den Agrarbereich zuständig ist. Laut Dworkowitsch soll das Verbot für alle Schweinehalter gelten, die nicht dazu in der Lage sind, effektive Schutzmaßnahmen gegen die gefährliche Tierseuchen zu gewährleisten. Die Betroffenen sollten allerdings beim Umstieg auf die Haltung anderer Nutztiere oder die pflanzliche Erzeugung unterstützt werden.

Kleinproduzenten an der Ausbreitung von ASP beteiligt
Regierungschef Dmitrij Medwedew erklärte sich mit dem Vorhaben einverstanden. Nach seinen Worten breitet sich die Seuche auch deshalb weiter aus, weil gerade Kleinproduzenten gegen die Sicherheitsvorschriften verstoßen. Wegen der erhöhten Seuchengefahr würden Schweine weltweit eher in Großanlagen gehalten. Medwedew räumte jedoch ein, dass es sich beim Verbot der Schweinehaltung um einen sehr sensiblen Eingriff in die Gewohnheiten des russischen Dorflebens handele. Deshalb dürften die betroffenen Haushalte nicht im Stich gelassen werden.

Aktualisiert am: 29.07.2013 12:17
Landwirt.com Händler Landwirt.com User