Russland senkt Fleischimporte

Trotz deutlich gestiegener Importe von Rind- und Schweinefleisch in Russland, erwarten russische Marktexperten in den kommenden Jahren eine geringere Importabhängigkeit bei den Fleischeinfuhren.
23Für den Zeitraum von Januar bis Mai des aktuellen Jahres veröffentlichte die russische Zollbehörde eine Einfuhrmenge von 519.000 Tonnen Rind- und Schweinefleisch. Das war ein Plus von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im gleichen Zeitraum wurden 427.000 Tonnen Geflügelfleisch eingeführt, acht Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Russland will durch staatliche Fördermaßnahmen bis Ende 2008 eine geringere Importabhängigkeit bei Schweinefleisch erreichen.
Russland will durch staatliche Fördermaßnahmen bis Ende 2008 eine geringere Importabhängigkeit bei Schweinefleisch erreichen.
Obwohl die inländische Schweine- und Geflügelfleischerzeugung, angetrieben durch staatliche Fördermaßnahmen, Zuwachsraten von 15 bis 20 Prozent aufweist, besteht ein hoher Einfuhrbedarf. Verantwortlich dafür ist das dynamische Wirtschaftswachstum in Russland, das eine höhere Kaufkraft der Bevölkerung und eine steigende Nachfrage nach Fleischprodukten hervorruft. Russische Fleischvermarkter betonen ferner, die hohen Einfuhrmengen südamerikanischer Herkunft gelangten fast nur in gefrorenem Zustand nach Russland.

Die wachsende Nachfrage nach frisch gekühltem Fleisch dürfte demnächst durch Fleisch nationaler Herkunft gedeckt werden. Ende 2007 erwartet man in der russischen Fleischbranche eine Verdrängung der Geflügelfleischimporte durch inländische Ware. Beim Schweinefleisch hofft man Ende 2008 eine deutlich geringere Importabhängigkeit zu erreichen.

«Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn, http://www.zmp.de, 18.7.2007.»



Aktualisiert am: 11.08.2007 10:03
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