Russische Schweinefleischimporte nach WTO-Beitritt gestiegen

Russland importiert seit dem WTO-Beitritt mehr Schweinefleisch. Es gibt mehrere Gründe dafür.
Nicht nur das zollfreie Einführen von Schweinefleisch nach Russland trug zum gestiegenen Import bei.
Nicht nur das zollfreie Einführen von Schweinefleisch nach Russland trug zum gestiegenen Import bei.
Nach seinem Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) hat Russland die Importe einiger Agrar- und Ernährungsgüter und vor allem von Schweinefleisch gesteigert. Wie die staatliche weißrussische Nachrichtenagentur Belta aus einer Analyse der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft (EAWG) zitierte, nahmen die Schweinefleischeinfuhren aus Ländern, die außerhalb der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) liegen, im September wertmäßig um 16 % gegenüber August zu. Diesen Anstieg führten die EAWG-Experten vor allem darauf zurück, dass Händler ihre Lieferungen vor dem WTO-Beitritt in Erwartung günstigerer Rahmenbedingungen gedrosselt hätten. Nun könne Schweinefleisch im Rahmen des Tarifkontingents zollfrei eingeführt werden, nachdem zuvor eine Abgabe von mindestens 0,25 Euro/kg erhoben worden sei. Außerdem sei der Zollsatz auf Schweinefleischimporte außerhalb der Quote herabgesetzt worden.
Darüber hinaus habe Russland die Einfuhren von Pflanzenöl gegenüber August um die Hälfte gesteigert. Ausschlaggebend hierfür sei vor allem die Verdoppelung der Palmölimporte als Folge gesenkter Einfuhrabgaben gewesen. Ferner sei eine deutliche Zunahme der Bezüge von Molkereiprodukten aus dem Ausland zu verzeichnen gewesen. Diese Entwicklung sei allerdings eher saisonal bedingt und weniger das Ergebnis verringerter Importzölle auf einige Produkte wie Hart- und Schmelzkäse.

Aktualisiert am: 06.11.2012 16:27
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