Rundballenpresse Vicon RV 4220 im Praxistest

Seit Herbst 2011 ist Vicon mit einem völlig neuen Rundballenpressen-Programm am Markt. Wir haben die große „Variable“ mit Ballendurchmessern bis 2,0 m und dem 14-Messer-Schneidwerk eine Saison lang getestet.
Die Ballenkammer der Vicon RV 4220 wird von drei Walzen und fünf Endlosriemen gebildet.
Die Ballenkammer der Vicon RV 4220 wird von drei Walzen und fünf Endlosriemen gebildet.
Vicon, eine Marke der Kverneland-Gruppe, hat bei Rundballenpressen einen guten Ruf zu verteidigen. Im Dezember 2008 wurde plötzlich bekannt, dass Kverneland das Pressenwerk in Geldrop aus strategischen Gründen an Kuhn verkauft hatte. Um ihre Partner und Kunden weiterhin mit Pressen zu versorgen, ist die Kverneland-Gruppe eine strategische Partnerschaft mit dem italienischen Pressenspezialisten Gallignani eingegangen. Da die bisherigen Vertriebspartner von Gallignani Fendt, Massey Ferguson und Pöttinger im deutschsprachigen Raum nur geringe Verkaufserfolge erzielen konnten, waren wir anfänglich skeptisch, ob Vicon mit diesem Schritt an alte Erfolge anschließen können würde. Aber schon bei der Erstvorstellung der neuen Produktreihe im Herbst 2011 wurde klar, dass bei der Entwicklung viel Knowhow von Vicon eingeflossen ist.

Mit der Vicon RV 4220 lassen sich Strohballen bis 2,0 m Druchmesser formen.
Mit der Vicon RV 4220 lassen sich Strohballen bis 2,0 m Druchmesser formen.
Die gesamte Baureihe besteht aus drei Festkammerpressen und vier Modellen mit variablem Ballendurchmesser. Wir haben das größte Modell, die RV 4220, ausgiebig in Heu, Stroh und in Silage bei verschiedenen Schnitten getestet. Mit dieser Presse sind Ballendurchmesser von 0,6 bis max. 2,0 m möglich. Die Ballenbreite beträgt bei allen Typen 1,2 m. Auf Grund der Größe und des hohen Eigengewichts von etwa 3.600 kg ist die RV 4220 für steilere Lagen nur bedingt einsetzbar. Nachteilig wirkt sich auch die große Fallhöhe des Ballens aus der Presskammer aus. Die Testmaschine war mit 22,5 Zoll-Räder ausgestattet.

Die RV 4220 von Vicon zählt wahrscheinlich zu den besten Rundballenpressen, die jemals im italienischen Gallignani-Werk produziert wurden. Mit ihr lassen sich unter schwierigen Bedingungen formschöne, feste Ballen machen. Die Maschine erwies sich im Test als zuverlässig und leichtzügig. Die Durchsatzleistung war durchschnittlich, der Bedienungskomfort dank ISOBUS-Steuerung hoch. Besonderes Lob verdienen die saubere Aufnahme der Pick-up und die in drei Zonen einstellbare Pressdichte.

Weitere Details über diese variable Rundballenpresse sowie alle Testergebnisse erfahren Sie in der Ausgabe 15/2012 unserer Fachzeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“.

Aktualisiert am: 20.07.2012 23:02
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