Rukwied auf der Grünen Woche

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), sieht anlässlich der Internationalen Grünen Woche positiv in die Zukunft
Joachim Rukwied auf der Eröffnungsveranstaltung des ErlebnisBauernhofes.
Joachim Rukwied auf der Eröffnungsveranstaltung des ErlebnisBauernhofes.
„Die deutsche Landwirtschaft geht zuversichtlich ins Jahr 2013. Die Agrarmärkte entwickeln sich stabil. Ein Problem sind für uns Bauern die steigenden Kosten für Energie und Betriebsmittel. Die Einkommen werden deshalb vermutlich stagnieren. In unsere Branche der Land- und Ernährungswirtschaft sind 4,6 Millionen Menschen beschäftigt, also elf Prozent der deutschen Erwerbstätigen. Unsere Produkte sind gefragt. Regionalität ist ein Megathema bei unseren Verbrauchern. Auch in der EU, besonders in den Niederlanden, Italien und Frankreich, sind Lebensmittel "Made in Germany" begehrt, zunehmend auch in Drittländern wie Russland oder China. Frische, Geschmack, Transparenz und Rückverfolgbarkeit werden geschätzt. Die Landwirtschaft ist also wieder eine Zukunftsbranche, die sich durch ihre bodenständige und nachhaltige Produktion wie durch unternehmerische Verantwortung auszeichnet. Zur Verantwortung gegenüber ihren Nutztieren stehen auch unsere Tierhalter. Dazu bekennen sie sich auch hier auf der IGW 2013. Manche öffentliche Kritik an der Tierhaltung ist falsch oder überzogen. Einige verkennen, dass es beim Tierwohl, bei der Tiergesundheit und der Hygiene, aber auch beim Arbeitsschutz in den Ställen erhebliche Verbesserungen gegeben hat. Wo es noch Probleme gibt, werden diese auf wissenschaftlicher Basis zu lösen zu sein. Bei unseren Aus- und Neubauten von Ställen werden Innovationen zügig umgesetzt. Im vergangenen Jahr haben unsere Bauern allein sieben Millliarden Euro in Ställe investiert."
Joachim Rukwied (2.v.r.) mit Veranstaltern der Grünen Woche.
Joachim Rukwied (2.v.r.) mit Veranstaltern der Grünen Woche.


Die Internationale Grüne Woche startet mit der höchsten Länderbeteiligung in ihrer Geschichte am 18. Januar 2013. Bis zum 27. Januar zeigen 1.630 Aussteller aus 67 Ländern eine Leistungsschau der Land- und Ernährungswirtschaft sowie des Gartenbaus. Dies ist die höchste internationale Beteiligung seit der Premiere im Jahre 1926. Erstmals beteiligen sich Aussteller aus dem Sudan und dem Kosovo. Partnerland sind die Niederlande, die in diesem Jahr ihr 60-jähriges Grüne Woche-Jubiläum feiern. Insgesamt 14 Bundesländer stellen Nahrungs- und Genussmittel aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands vor – authentisch und mit Lokalkolorit.

Die weltgrößte Verbraucherschau für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau findet wie im Vorjahr in 26 Hallenkomplexen auf 115.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche statt. Die Messe Berlin erwartet über 400.000 Besucher, darunter 100.000 Fachbesucher.

Im Mittelpunkt des Konferenzprogramms steht das Global Forum for Food and Agriculture 2013 (GFFA) vom 17. bis 19. Januar, zu dem mehr als 80 Landwirtschaftsminister und Vizeminister sowie die Spitzenvertreter der Land- und Ernährungswirtschaft erwartet werden. Eröffnet wird die Grüne Woche 2013 durch Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (17.1., 18 Uhr, ICC Berlin, Saal 1). Bundeskanzlerin Angela Merkel führt am 18. Januar zum Auftakt der Messe den offiziellen Eröffnungsrundgang an.




Bildquellen: Adlhoch, Messe Berlin GmbH

Autor: Lena Adlhoch
Aktualisiert am: 16.01.2013 11:56
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