Rückhalt für Schweinebauern aus der Bevölkerung

Auf dem Erntedankfest präsentierten sich neben den Wein- und Gemüsebauern auch die Schweinebauern: Auf dem Wiener Heldenplatz wurde am Schweinelehrpfad zum Thema Ferkelschutzkorb informiert.
Beim Wiener Erntedankfest wurden die Besucher über die Fakten der Ferkelschutzkörbe informiert.
Beim Wiener Erntedankfest wurden die Besucher über die Fakten der Ferkelschutzkörbe informiert.
Die Wiener Bevölkerung konnte sich vor Ort selbst davon überzeugen, dass die Bauern ihre Tiere nicht quälen, sondern der Ferkelschutzkorb entgegen anderer Behauptungen die kleinen Schweine schützt. Die Besucherinnen und Besucher waren positiv überrascht von Professionalität, Hygiene und Tierschutz bei der Haltung österreichischer Zuchtsauen und Ferkel.

Der Verband österreichischer Schweinebauern nutzte das Erntedankfest am Wiener Heldenplatz um die breite Bevölkerung wahrheitsgetreu über die Fakten zu Österreichs Schweinezucht zu informieren: In den vergangenen Monaten war der Ferkelschutzkorb, der dem Schutz von trächtigen Schweinen und neugeborenen Ferkeln dient, zu Unrecht ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Militante Tierschützer fordern mit der Unterstützung von Gesundheitsminister Alois Stöger die völlige Abschaffung der Schutzeinrichtung und nehmen damit den Tod von bis zu 500.000 Ferkeln jährlich in Kauf, die von den Muttersauen erdrückt werden würden.

Positive Reaktionen aus der Bevölkerung

In der Wiener Innenstadt konnten sich die Wiener am Schweinelehrpfad selbst ein Bild vom Ferkelschutzkorb machen: Schweinebauern erklärten am Schweinelehrpfad anhand von Bildern aus verschiedenen österreichischen Schweinzuchtbetrieben wie der Ferkelschutzkorb wirklich aussieht. Die Besucher des Erntedankfestes waren positiv überrascht. „In der Zeitung habe ich immer nur gelesen, dass Tiere im Ferkelschutzkorb großes Leid ertragen müssten. Jetzt, wo ich die Bilder sehe, verstehe ich die Aufregung nicht. Die Schweine müssen ja nicht ihr ganzes Leben darin verbringen, sondern werden den jeweiligen Erfordernissen entsprechend angepasst gehalten. Außerdem habe ich heute erfahren, dass kleine Ferkel ohne Ferkelschutzkorb oft von ihren Müttern erdrückt werden. Da ist doch der Ferkelschutzkorb besser als viele tote Ferkel“, so eine überraschte Besucherin.

„In den letzten Monaten wurden leider viele Unwahrheiten und Gerüchte über den Ferkelschutzkorb verbreitet. Wir nutzen das Erntedankfest, um die Bevölkerung über die Fakten zu dieser Schutzeinrichtung und die Hintergründe aufzuklären. So weiß beispielsweise kaum jemand, dass das angebliche Tierschutzmusterland Schweden seinen Schweinefleischbedarf nur durch Importe decken kann. Dort gibt es ein Verbot des Ferkelschutzkorbes, das durch Importe ad absurdum geführt wird. Zudem wissen nur wenige, dass Österreich pro Jahr fünf Millionen Schweine benötigt, eine Versorgung, die Österreichs Schweinebauern bisher sicherstellen können. Bei einem Verbot des Ferkelschutzkorbes wäre dies nicht mehr der Fall. Eine Umfrage hat uns gezeigt, dass es 98,45 Prozent der Konsumenten ‚sehr wichtig‘ oder ‚wichtig‘ ist, dass sie auch in Zukunft ihr Schweinefleisch aus Österreich genießen können. Dies wollen wir auch weiter gewährleisten können. Die vielen positiven Reaktionen der Besucherinnen und Besucher freuen uns und zeigen, dass in Sachen Schweinehaltung und -zucht wirklich Aufklärungsbedarf besteht“, betont Ing. Georg Mayringer, Geschäftsführer vom Verband Österreichischer Schweinebauern.


Aktualisiert am: 12.09.2011 09:14
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