Rohmilchproduktion im Jahr 2009 leicht angestiegen

In Österreich wurden im Jahr 2009 rund 3,23 Mio. t Kuhmilch erzeugt (+1,1%), weiters 9.200 t Schafmilch (+15,7%) sowie 17.900 t Ziegenmilch (+4,2%), wie die Statistik Austria mitteilte.
In Österreich wurden im Jahr 2009 um 15,7% mehr Schafmilch produziert als im Vorjahr.
In Österreich wurden im Jahr 2009 um 15,7% mehr Schafmilch produziert als im Vorjahr.
Durchschnittlich wurden im vergangenen Jahr von den heimischen Bauern rund 532.000 Milchkühe (+0,9%) gehalten, die Jahresmilchleistung je Tier nahm gegenüber 2008 um 0,1% auf 6.068 kg zu. Es fielen insgesamt 3,23 Mio. t Rohmilch an, um 1,1% mehr als im Jahr davor. Der größte Teil davon, nämlich 83,9% beziehungsweise 2,71 Mio. t (-0,3%), ging an Be- und Verarbeitungsbetriebe. Der Rest wurde hofseitig verwertet: 334.000 t Milch (10,3% der Erzeugung) dienten als Futter für Kälber oder sonstige Haustiere und 155.000 t (4,8%) kamen letztlich direkt oder in verarbeiteter Form der menschlichen Ernährung zugute.

Anstieg der Schafmilcherzeugung um 15,7%
Die Anzahl der im Jahr 2009 gehaltenen Milchschafe lag bei durchschnittlich 22.400 Stück (+10,5%). Bei einer durchschnittlichen Jahresmilchleistung von 411 kg je Tier erzeugten diese insgesamt 9.200 t (+15,7%) Rohmilch. Davon dienten 61,9% oder 5.700 t der menschlichen Ernährung. Für andere Zwecke, etwa zur Verfütterung, wurden 37,1% beziehungsweise 3.400 t der rohen Schafmilch verwendet. Weiters wurden von den heimischen Betrieben im Berichtsjahr 28.900 Milchziegen (+7%) gehalten. Die Jahresmilchleistung je Tier lag den Erhebungen zufolge bei 619 kg, die erzeugte Rohmilchmenge insgesamt bei 17.900 t (+4,2%). Davon wurden 81,6% oder 14.600 t der menschlichen Ernährung zugeführt. Die restlichen 17,4% dienten anderen Zwecken, bis hin zur Herstellung von Kosmetika.

Mehr Biomilch und Heumilch angeliefert
Von den 2,71 Mio. t Kuhmilch, die im Kalenderjahr 2009 an die Molkereien und Käsereien geliefert wurden, waren laut Berechnungen der Agrarmarkt Austria 356.604 t Biomilch (für die ein entsprechender Preiszuschlag gezahlt wurde), das entspricht 13% der Gesamtanlieferung. Die Heumilchmenge mit Preiszuschlag wird mit 255.490 t ausgewiesen, das sind gut 9% der Gesamtanlieferung. (Heumilch stammt von Kühen, die mit frischem Gründlandfutter, Heu sowie Kraftfutter, aber unter Verzicht auf Silage gefüttert werden). Im Vergleich zum Vorjahr wurden 2009 um 3,1% mehr Biomilch und um 5,5% mehr Heumilch an die Molkereien und Käsereien geliefert. Für Biomilch wurden rund EUR 22,59 Mio. und für Heumilch rund EUR 4,86 Mio. an Zuschlag bezahlt. Übernommen wurde diese Milch von 49 beziehungsweise 40 Bearbeitungs- und Verarbeitungsbetrieben. Im Quotenjahr 2008/2009 (April bis März) wurde laut AMA für 88% der Biomilchmenge ein Preiszuschlag ausbezahlt. Die restliche Biomilch wurde zwar abgeholt, jedoch ohne Zuschlag. (aiz)


Aktualisiert am: 17.05.2010 16:21
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