Rindfleischexport Argentiniens sinkt um 34%

Die argentinischen Rindfleischexporte sind im März um 34% auf 13.305 t zurückgegangen, weil Farmer einen Teil der Tiere für den Aufbau neuer Herden zurückgehalten haben.
Der Export von argentinischem Rindfleisch ist stark zurückgegangen.
Der Export von argentinischem Rindfleisch ist stark zurückgegangen.
Auf dem Binnenmarkt hingegen machten sich die geringeren Exportmengen dahingehend bemerkbar, dass Rindfleisch zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung stünde, wie die Rindfleisch-Kammer Ciccra in ihrem monatlichen Bericht mitteilte. Durch den deutlichen Rückgang der Ausfuhren im März sanken die Exporte im ersten Quartal auf 40.095 t, was einem Minus von 41% zum Vorjahr entspricht. Die von der Regierung verhängten Exporteinschränkungen sowie eine schwerwiegende Trockenheit 2009 hatten viele Farmer dazu gezwungen, die Herdenstärken herunterzufahren.

Niedrigste Schlachtungsanzahl seit 32 Jahren
Wie aus einem Bericht von Dow Jones News hervorgeht, wurden im Februar lediglich 845.000 Rinder geschlachtet, was dem niedrigsten Stand seit 32 Jahren entspricht. Entsprechend waren die Rindfleischpreise um mehr als das Doppelte angestiegen und der Pro-Kopf-Verbrauch um 15% auf 57 kg pro Jahr gesunken. Nachdem die Regierung die Preiskontrollen aufgehoben hat, versuchen jetzt viele Züchter den Weg zur Normalität zurückzufinden. Bis die Herden zu alter Stärke gefunden hätten, würde es allerdings noch einige Jahre dauern. Ciccra rechnet nicht vor 2014 mit einer Normalisierung der Produktion. 2009 war Argentinien mit 655.000 t exportiertem Rindfleisch weltweit Nummer drei, mittlerweile rechnet das US-Landwirtschaftsministerium mit Platz neun, da nur noch 270.000 t Rindfleisch ins Ausland gehen. (AIZ)

Autor:
Aktualisiert am: 17.05.2011 20:35
Landwirt.com Händler Landwirt.com User