Rinderzuchtverband Salzburg: Februarversteigerung mit qualitätsbezogener Preisgestaltung

Die 815. Zuchtrinderversteigerung am 25. und 26. Februar 2009 in Maishofen verzeichnete einen Auftrieb von 9 Fleckvieh Zuchtstieren bzw. 376 weiblichen Zuchtrindern der Rassen Fleckvieh (259) Holstein (49) und Pinzgauer (68). Außerdem wurden 79 Zuchtkälber zum Verkauf angeboten. Die Verkaufsquote pro aufgetriebenem Tier lag bei 88,1%.
Die Lystatochter vom Betrieb Wenger Rupert, Schönhof in Maishofen ging nach Oberösterreich.
Die Lystatochter vom Betrieb Wenger Rupert, Schönhof in Maishofen ging nach Oberösterreich.
Bereits am Mittwochnachmittag wurden 9 Fleckviehzuchtstiere versteigert, welche alle einen Käufer fanden. Der Versteigerungsverlauf am Donnerstag gestaltete sich etwas zähflüssiger.
Gründe hierfür sind sicherlich das auslaufende Milchwirtschaftsjahr und deren nachgebenden Produktpreise. Diesmal waren deutlich weniger bäuerliche Kaufinteressenten anwesend.
Tiere von guter Qualität konnten zu ordentlichen Preisen vermarktet werden, wobei die größte Preisminderung bei schwächeren Qualitäten zu verzeichnen war.

Auffallend bei dieser Versteigerung waren die vielen leistungsbereiten Kühe über alle Rassen hinweg. 99% der Kühe und Kalbinnen standen in Milch. Die durchschnittlichen Tagesgemelke bei den einzelnen Rassen betrugen bei Fleckvieh 31,6 kg bei den Mehrkalbskühen und 26,1 kg bei den Jungkühen, bei den Holsteins 37,4 kg bzw. 30,9 kg und bei den Pinzgauern 27,2 kg bzw. 20,7 kg.
Von den 409 verkauften Tieren wurden 190 Stück von den Firmen (Schneeberger, Schwaninger, Klingler, Lechner, Weger, Mühlegger & Maurer) ersteigert. Davon widerum wurden 155 Stück nach Italien, Deutschland und Holland exportiert.

Bestpreise – bei den jeweiligen Kategorien
Den Bestpreis bei den FL Zuchtstieren erzielte ein gut entwickelter Rembrandtsohn aus einer leistungsstarken Ziegeltochter vom Zuchtbetrieb Schlick Josef, Bacher in Mariapfarr. Ersteigert wurde dieser harmonische Jungstier von Dum Matthias, Pauling in Leogang.

Den höchsten Preis bei den Mehrkalbskühen erzielte eine in Pr.Kl. I gereihte Holsteinkuh (V. Lysta) vom Zuchtbetrieb Wenger Rupert, Schönhof in Maishofen. Ersteigert wurde diese typstarke und gut beeuterte Zweitkalbskuh mit 48,7 kg Tagesgemelk von einem bekannten oberösterreichischen Züchter.
Den höchsten Preis bei den Kalbinnen bzw. Jungkühen erzielte eine Fleckviehjungkuh (V. Weinold) vom Zuchtbetrieb Eibl Gregor, Pechl in Scheffau. Diese gut entwickelte, elegante Jungkuh mit 34,9 kg Tagesgemelk wurde von Elsenhuber Rosemarie in Salzburg angekauft.
Den höchsten Preis bei der Rasse Pinzgauer erzielte eine in Pr.Kl. I gereihte Gobitochter vom Zuchtbetrieb des Bernsteiner Andreas, Vögei in Piesendorf. Diese formschöne Jungkuh mit 26,4 kg Tagesgemelk wurde zum Betrieb Hörfarter Margit, Riedl in Kössen verkauft.
Den höchsten Preis bei den Zuchtkälbern erzielte ein FLxRF Kalb (V. Redon) aus einer leistungsbereiten Red Startochter vom Zuchtbetrieb Mayrhofer Christine, Schoberlehen in Radstadt. Ersteigert wurde dieses elegante Jungtier von Laireiter Martin in Grossarl.

Die nächsten Termine finden Sie unter: www.rinderzuchtverband.at


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Aktualisiert am: 06.03.2009 10:49
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