Rinderzucht Austria forciert Zuchtrinderverkauf

Die Verkaufszahlen von österreichischen Zuchtrinden steigen. Über die Arbeit hinter den Kulissen der Rinderzucht Austria informierten Landwirtschaftsminister DI Josef Pröll, ZAR-Obmann Anton Wagner und ZAR-Geschäftsführer Mag. Franz Sturmlechner auf einer Pressekonferenz.
Mag. Franz Sturmlechner, Geschäftsführer der ZAR, DI Josef Pröll, Landwirtschaftsminister und Anton Wagner, Obmann der ZAR informierten über steigende Verkaufszahlen österreichischer Zuchtrinder auf internationalen Märkten.
Mag. Franz Sturmlechner, Geschäftsführer der ZAR, DI Josef Pröll, Landwirtschaftsminister und Anton Wagner, Obmann der ZAR informierten über steigende Verkaufszahlen österreichischer Zuchtrinder auf internationalen Märkten.
Neben Milch und Fleisch bildet der Zuchtrinderverkauf die dritte Säule der Rinderhaltung in Österreich. „In Zusammenarbeit und intensivem Kontakt mit den Zuchtbetrieben und engagierter fachlicher Arbeit mit dem Lebensministerium und der bäuerlichen Interessensvertretung wurde von der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter ein ereignisreiches Jahr 2006 bewältigt“, fasste ZAR-Obmann Anton Wagner die Arbeit im abgelaufenen Jahr zusammen. Die Rindezucht Austria bearbeitet in diesem Zusammenhang die ausländischen Märkte intensiv und hält ca. 25 Messen im Jahr ab.

Biotechnologieforschung für die Praxis

In der Tierzuchtforschung kann die österreichische Rinderzucht ebenfalls Erkenntnisse über die ZAR und deren Mitgliedschaft im Förderungsverein für Biotechnologieforschung (FBF) nutzen. Damit bleibt in Österreich die praxisorientierte Tierzuchtforschung in Bauernhand.

Mehr als 20.000 Kalbinnen exportiert

Für den Geschäftsführer der ZAR, Mag. Franz Sturmlechner, ist die österreichische Tierzucht das Aushängeschild der österreichischen Landwirtschaft. Im Vorjahr wurden erstmals über 20.000 trächtige Zuchtkalbinnen exportiert und konnten in den letzten vier Jahren verdoppelt werden. Insgesamt haben in den vergangenen fünf Jahren 77.000 österreichische Zuchtrinder die Heimat verlassen. Dies entspricht einem geschätzten Exportwert von rund 130 Mio. EUR für die heimischen Landwirte.
Nach dem Hauptexportland Italien mit 6.210 Tieren folgt der neue Aufsteiger Russland mit 4.000 Tieren. Jede zweite gehandelte Kalbin geht somit in den Export. „Österreich weist damit die höchste Exportquote aller Zuchtvieh-exportierenden Länder auf“, bemerkte Mag. Sturmlechner bei seinen Ausführungen.

Neue Aufgaben

Die nächsten Aufgaben warten schon auf die Funktionäre der ZAR. An erster Stelle steht die Überarbeitung des Tierzuchtrechtes an. Nach Ansicht von Obmann Anton Wagner gewährleistet nur ein aktives Mitarbeiten der ZAR Rechtsicherheit für die Rinderhalter und Organisationen der Rinderbranche. Die Einführung einer Gewebeohrmarke zur amtlichen Tierkennzeichnung und die Erstellung von Vorsorgemaßnahmen gegen die Blauzungenkrankheit sind weitere Aufgaben, die auf der Prioritätenliste der ZAR ganz vorne stehen.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.zar.at


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Aktualisiert am: 05.02.2007 10:36
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