Rindertuberkulose in den Niederlanden

In den Niederlanden sind Fälle von Rindertuberkulose aufgetreten. Das hat die neue Lebensmittel- und Warenbehörde (nVWA) bestätigt. Betroffen ist ein Milchviehbetrieb in Exmorra in der nordwestlichen Provinz Friesland.
Rindertuberkulose ist auch für den Menschen höchst gefährlich, sie kann über konterminierte Lebensmittel übertragen werden.
Rindertuberkulose ist auch für den Menschen höchst gefährlich, sie kann über konterminierte Lebensmittel übertragen werden.
Anzeichen der Krankheit waren einem Amtstierarzt bei der Schlachtuntersuchung eines Rindes Ende Juli aufgefallen. Der Herkunftsbestand wurde noch am selben Tag gesperrt. Veterinäre testeten die gesamte Herde. Bei 20% der Rinder wurde der Tuberkulose-Erreger festgestellt. Die infizierten Tiere wurden getötet, damit sich die Seuche nicht weiter verbreitet. Um dem Ursprung und Verbreitungsgrad des Erregers auf die Spur zu kommen, untersuchen Veterinäre zurzeit auch die Kontaktbetriebe der betroffenen Milchviehhaltung. Das sind sieben niederländische Unternehmen, die Vieh geliefert haben, sowie weitere 41 Höfe, die nach dem 01.01.2009 Tiere von dem Betrieb in Exmorra empfingen. Die Kontaktbetriebe bleiben solange gesperrt, bis die Untersuchungsergebnisse vorliegen. Auf dem Hof in Friesland werden die überlebenden Tiere in den kommenden Monaten noch zweimal auf Rindertuberkulose untersucht, ehe der Betrieb wieder freigegeben werden kann.

Gefahr für Mensch und Tier
Der Erreger der Rindertuberkulose ist auf Menschen durch direkten Kontakt oder den Verzehr infizierter Nahrungsmittel wie Rohmilch übertragbar. Nach Angaben der niederländischen Lebensmittelbehörde haben die jetzt in die Untersuchung einbezogenen Betriebe jedoch keine Rohmilch vermarktet.


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Aktualisiert am: 31.08.2010 14:25
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