Rindern Hirse statt Mais füttern?

Aufgrund der Problematik rund um den Maiswurzelbohrer ist es für viele Bauern wichtig, Alternativen zum Silomais zu finden. Anhand von Untersuchungen und Publikationen wurde geklärt, inwieweit Hirse einen kompromisslosen Austausch von Silomais zulässt.
Aufgrund der Problematik rund um den Maiswurzelbohrer ist es wichtig, Alternativen zum Silomais zu finden.
Aufgrund der Problematik rund um den Maiswurzelbohrer ist es wichtig, Alternativen zum Silomais zu finden.
Im Zusammenhang mit dem Maiswurzelbohrer ist Sorghum-Hirse eine häufig diskutierte Alternative zum Silomais. Anhand von Ergebnissen heimischer Futtermitteluntersuchungen und internationaler Publikationen wurde geklärt, inwieweit Hirse einen kompromisslosen Austausch von Silomais zulässt.

Futterwert der Hirse bestimmen
Der Trockenmassegehalt von Hirse und Mais unterscheidet sich um 9,9 %, wobei der von Silomais bei 36,7 % und jener von Hirse bei 26,8 % liegt. Die heimischen Silomaisergebnisse fallen auch durch den sehr niedrigen Rohaschegehalt auf. Dieser liegt bei 3,5 % und damit um 2,4 % unter jenem der Hirsen. Der niedrige Stärkegehalt der Hirse-Silagen (6,3 %) ist nicht erklärbar. Inwieweit dieser mit der unvollständigen Abreife in Verbindung steht, kann nur vermutet werden. Mit 34,1 % beim Silomais beträgt die Differenz über 27 %. Der Zuckergehalt der Hirsen liegt bei 9,3 % und der von Silomais bei unter 1 %. Auch beim Gehalt an Strukturkohlenhydraten (Lignin, Zellulose, Hemizellulose) kann die Hirse nicht mit Silomais konkurrieren, bei dem der Gehalt um mehr als 20 % unter jenem von Hirse (61 %) liegt. Die Differenz bei der Rohfaser beträgt 12 % (19,2 % bzw. 31,2 %). Nachdem vom Silomais zum Zeitpunkt der Untersuchung keine Verdaulichkeit der organischen Masse vorlag, wurde diese mit jener von der DLG Futterwerttabelle verglichen. Für Silomais mit 35 % Trockenmasse, Ende Teig reife und mittlerem Kolbenanteil (45–55 %) gibt die DLG-Futterwerttabelle eine Verdaulichkeit der organischen Masse von 73 % an. Der Mittelwert der heimischen Hirsen beträgt 64 %. Die Differenz von 9 % beeinflusst in weiterer Folge auch die Energiedichte. Diese beträgt je kg Trockenmasse 6,6 MJ NEL für den Silomais und 5,2 MJ NEL für die Hirse. Beim Vergleich des Futterwertes wird schnell klar, dass kein kompromissloser Austausch von Silomais mit Hirse zu erwarten ist.

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Aktualisiert am: 26.08.2014 08:53

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