Rinderbauern sichern Wertschöpfung im Land

Die Rinderhalter in Österreich sichern mit ihrer Arbeit direkt und indirekt mehr als 140.000 Arbeitsplätze im Land, davon allein 46.500 in dem für die Alpenrepublik so wichtigen Fremdenverkehr, der auch von der gepflegten Landschaft durch die Grünlandbauern profitiert.
Die Österreichischen Rinderbauern sichern die Wertschöpfung in großem Ausmaß.
Die Österreichischen Rinderbauern sichern die Wertschöpfung in großem Ausmaß.
Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Linzer Kepler-Universität zu den Leistungen der Rinderbauern und deren Bedeutung für die Volkswirtschaft, die im Auftrag der Österreichischen Hagelversicherung von Prof. Friedrich Schneider durchgeführt wurde.

Gesamtwertschöpfung von 5,5 Mrd. Euro
Schneider kommt zu dem Schluss, dass sich die Arbeit der Rinderbauern auch in den vor- und nachgelagerten Produktionsbereichen wie dem Tourismussektor sehr positiv auswirkt. Rechne man die Leistungen der Rinderhalter selbst nach durchaus konservativen Berechnungsansätzen zusammen, entstehe eine Gesamtwertschöpfung von 5,5 Mrd Euro. Nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden der Hagelversicherung, Kurt Weinberger, zeigt die Studie eindrucksvoll auf, welche enormen Werte in der heimischen Grünlandbewirtschaftung liegen. Dank der Untersuchung werde sogar „dreifach belegt, dass die Rinderbauern für die österreichische Wirtschaft unverzichtbar sind“.

Schon mehr als 1/3 aller Rinder versichert
Die Hagelversicherung hat als Spezialversicherer für die Landwirtschaft seit 2003 auch eine eigene Risikoversicherung für Rinderhalter in ihrem Programm. Diese deckt Verendungsfälle bei Rindern infolge von Unfall, Krankheit und Nottötung. Mittlerweile hat etwa jeder dritte Viehhalter des Landes - zumeist handelt es sich dabei um Vollerwerbsbauern - seinen Bestand derart versichert; dies sind insgesamt rund 750.000 Tiere beziehungsweise 35% des landesweiten Rinderbestandes. Ober- und Niederösterreich, die beiden Bundesländer mit den meisten Rinderbetrieben, unterstützen diese Vorsorgemaßnahme, indem sie 25% der Prämienkosten zuschießen. Allein dem Land Niederösterreich koste dies pro Jahr 525.000 Euro, rechnete Agrarlandesrat Stefan Pernkopf vor. Damit leiste man einen wertvollen Beitrag zur Absicherung der Gründlandwirtschaft insbesondere im Berggebiet. (AgE)

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Aktualisiert am: 08.02.2011 07:44
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