Riesiges Ölfeld in den Alpen entdeckt

Öl ist der Rohstoff für die chemische Industrie und der Treibstoff für Wirtschaft und Verkehr. Öl wird knapp. Zeit also, um die „Ölchemie“ durch „Holzchemie“ zu ersetzen.

Die Nutzung des Brenngases über Gasturbinen zur Strom- und Wärmeerzeugung ist mittlerweile Stand der Technik, die anderen Anwendungen sind noch in der Entwicklungsphase wobei die Herstellung von synthetischem Erdgas (SNG) und FT-Treibstoff das Laborstadium verlassen hat.
Die Nutzung des Brenngases über Gasturbinen zur Strom- und Wärmeerzeugung ist mittlerweile Stand der Technik, die anderen Anwendungen sind noch in der Entwicklungsphase wobei die Herstellung von synthetischem Erdgas (SNG) und FT-Treibstoff das Laborstadium verlassen hat.
Das Holz (oder andere Biomasse) wird als Hackschnitzel in die Anlage eingespeist und durch eine Wirbelschichtdampfvergasung in die Synthesebausteine CO und H2 zerlegt. In einer Drucksynthese (Fischer-Tropsch-Verfahren) unter Verwendung geeigneter Katalysatoren werden langkettige Moleküle erzeugt. Die aus dem Synthesegas entstehenden Ketten sind unterschiedlich lang und daher nur zu ca. 70 % als Dieselkraftstoff nutzbar. Kürzere Ketten sind gasförmig und zB als Gas energetisch nutzbar, längere Ketten eher wachsartig und ein guter Rohstoff für weitere Produkte.

Der synthetische Treibstoff enthält keine Kohlenstoffringe (Aromaten) und verbrennt daher sauber zu CO2 und Wasserdampf. In der Demonstrationsanlage in Güssing wird bereits ein kleiner Teil des Produktgases abgezweigt und zu FT-Diesel für Versuchszwecke weiterverarbeitet. Namhafte Autohersteller sind ernsthaft daran interessiert, denn FT-Diesel ist um bis 40% schadstoffärmer als herkömmlicher Dieseltreibstoff.


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Aktualisiert am: 10.10.2005 15:41
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