Richtlinie VDI 6101: Belastung landwirtschaftlicher Böden minimieren

Die neue Richtlinie VDI 6101 gibt einen Überblick über den Maschineneinsatz auf landwirtschaftlich genutzten Böden und leitet Empfehlungen für Boden schonendes Befahren ab.
Tiefe Fahrspuren beinträchtigen die Bodenfunktionen.
Tiefe Fahrspuren beinträchtigen die Bodenfunktionen.
In der Landwirtschaft werden leistungsfähige Maschinen, Geräte und Fahrzeuge eingesetzt, um Nahrungsmittel – orientiert an den Anforderungen eines modernen Verbraucherschutzes – rationell zu produzieren. Die Vermeidung bzw. Verminderung anthropogen verursachter Beeinträchtigungen der Bodenfunktionen gehört zu den Leitbildern nachhaltiger Landbewirtschaftung. Es liegt im Interesse des Landwirts und wird seit In-Kraft-Treten der Bodenschutzgesetzgebung auch vom Gesetzgeber verlangt, dass Landbewirtschaftung Vorsorgepflichten erfüllt und gegebenenfalls Maßnahmen zur Gefahrenabwehr zu berücksichtigen hat. Demnach ist Bodenschadverdichtung durch Befahren vorzubeugen.

Die Richtlinie zeigt sowohl den Anwendern als auch den Herstellern von moderner Landtechnik Möglichkeiten auf, wie bei dem Einsatz der Technik durch acker- und pflanzenbauliche Vorsorgemöglichkeiten, durch den Einsatz angepasster Arbeitsverfahren bei der Bodennutzung sowie durch technische Möglichkeiten (z.B. niedriger Reifeninnendruck) zur Minderung der Spannungen im Boden und zur Vermeidung von Schadverdichtungen in Ackerkrume, Krumenbasis und Unterboden beigetragen werden kann.

Die Richtlinie VDI 6101 ersetzt den Entwurf vom Juni 2006. Ab November 2007 ist sie zum Preis von 97,90 € beim Beuth Verlag in Berlin erhältlich. Sie ist ebenfalls im VDI-Handbuch Landwirtschaft/Landtechnik und im Handbuch Umwelttechnik integriert.

Weitere Informationen unter www.vdi.de/richtlinien oder www.beuth.de.


Aktualisiert am: 17.09.2007 21:48
Landwirt.com Händler Landwirt.com User