Richtige Kalbinnenaufzucht für die Mutterkuhhaltung (Teil 2)

Neben der Abkalbesaison und dem Erstkalbealter spielt die Aufzuchtintensität eine wichtige Rolle. So kann es zu einem optimalen Besamungstermin und folglich einer optimalen Geburt und Aufzucht des Kalbes kommen.
Richtige Aufzucht ergibt leistungsfreudige Mutterkühe!
Richtige Aufzucht ergibt leistungsfreudige Mutterkühe!
Die Kälberaufzucht gehört zu den wichtigsten Grundsteinen einer rentablen Mutterkuhhaltung, deshalb soll den jungen Kälbern während der ersten Lebenswochen eine hohe Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Damit die Kälber gut starten, muss bereits großen Wert auf die trächtigen Kühe gelegt werden. Die Ration sollte den Bedarf der trächtigen Mutterkuh an Energie, Eiweißen, Mineralien und Vitaminen befriedigen und somit eine Unterversorgung oder Verfettung der Mutterkuh vermeiden. Durch die Verabreichung von Vitaminen und Mineralien kann die Mutterkuh Reserven anlegen und dem Kalb über die Gebärmutter und über das Kolostrum weiterleiten. Während dieser Periode kann es von Vorteil sein, Impfungen durchzuführen, die das Immunsystem der Kälber nach dem Aufnehmen des Kolostrums verstärken.

Kalbinnen und Kühe trennen

Je nach Abkalbeperiode wird die Ernährungsstrategie von der Weideperiode beziehungsweise Stallperiode beeinflusst. Der Weidegang im Frühjahr bleibt die entscheidende und rentable Periode der Wiederaufnahme des Gewichts bzw. der Reserven.
Im Winter wird die Vorbereitung der Mutterkuh auf das Abkalben durch das Sortieren der einzelnen Mutterkühe nach ihrem physischen Zustand vereinfacht. Die Kalbinnen sollten, wenn möglich, immer getrennt von den Mutterkühen auf die bevorstehende Kalbung vorbereitet werden. Diese besondere Betreuung sollte bis zur erneuten Trächtigkeit fortgeführt werden.
Die Kalbung (Anfütterung, Kalbebox, Einstreu, Hygiene, Überwachung, etc) sollte so gut wie möglich vorbereitet werden, da sie einen großen Einfluss auf die Sterberate der Kälber im ersten Monat hat.

Diese und weitere Erfahrungen zur Aufzucht von Kalbinnen für die Mutterkuhhaltung sowie das interessante Phänomen der kompensatorischen Fütterung, bzw. des kompensatorischen Wachstums enthält dieser Landwirt- Beitrag in Ausgabe 24 vom 16. Dezember 2012


Aktualisiert am: 05.12.2011 12:51
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