Richtige Jungsauenfütterung bringt mehr Ferkel

Jungsauen müssen während der Eingliederungsphase in eine optimale Körperkondition gebracht werden, damit sie große Würfe bringen und auch lange genutzt werden können.
Die Fütterung der Jungsauen während der Eingliederungsphase sollte so ausgerichtet werden, dass die Jungsauen zur Erstbelegung ein Körpergewicht von 130 - 145 kg und eine mittlere Rückenspeckdicke von 15 bis 17 mm aufweisen. Zudem sollten die Tiere rund 240 bis 250 Tage alt sein und zwei Östren durchlaufen haben.

Fett dient nicht nur als Energielieferant



In den Fettzellen wird nämlich auch das Hormon Leptin gebildet, das die körpereigene Ausschüttung der Fortpflanzungshormone anregt. Diese sind wiederum für den Eintritt des Rauscheverhaltens und den Verlauf der Trächtigkeit von entscheidender Bedeutung. Wird beispielsweise während der Eingliederung nicht genügend Rückenspeck aufgebaut, kann es durchaus zu Rausche- und Fruchtbarkeitsproblemen kommen.



Jungsaueneingliederungsfutter einsetzen



Säugefutter weist in der Regel einen zu hohen Rohproteingehalt auf und das Futter der niedertragenden Sauen deckt den Energie- und Mineralstoffbedarf der Jungsauen nicht optimal ab. Junsauen sollten daher ein spezielles Eingliederungsfutter bekommen, dass einen hohen Energiegehalt (über 13 MJ ME) und einen vergleichsweise niedrigen Eiweißgehalt (max. 140g RP) aufweist. Die Versorgungsempfehlungen mit Mineralstoffen und Spurenelementen orientieren sich an den Werten von säugenden Zuchtsauen. Neuere Untersuchungen deuten darauf hin, dass bei einer erhöhten Vitamin Biotin Zulage weniger Klauenprobleme auftreten.






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Aktualisiert am: 05.10.2008 16:23
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