Rheinische Ferkelerzeuger leiden unter Kosten

Gestiegene Kosten und gleichbleibende Erlöse lassen die Situation der rheinischen Ferkelerzeuger prekär werden. Der Umbau auf die Gruppenhaltung werde zur zusätzlichen Belastung für viele Betriebe.
Die rheinischen Ferkelerzeuger können bei den derzeit stagnierenden Erlösen und steigenden Futterkosten nicht mehr kostendeckend produzieren.
Die rheinischen Ferkelerzeuger können bei den derzeit stagnierenden Erlösen und steigenden Futterkosten nicht mehr kostendeckend produzieren.
Auf die besorgniserregende Situation der Ferkelproduzenten hat der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hingewiesen. Obwohl sich die Futterkosten fast verdoppelt hätten, bekomme der Bauer für sein Ferkel gerade mal das gleiche Geld wie im Frühjahr, teilte der Verband mit. Damit werde die „Schlinge um den Hals der Ferkelerzeuger“ immer enger. Gerade kleineren und mittleren Betrieben könne der notwendige Umbau zur Gruppenhaltung bei Sauen zum 1. Januar 2013 das Genick brechen, da dies mit einer hohen Investitionssumme für die Höfe verbunden sei. Viele Familienbetriebe mit einer durchschnittlichen Bestandsgröße von 150 bis 200 Sauen könnten aller Voraussicht nach wohl nicht investieren. Dabei seien das genau die kleinbäuerlichen Betriebe, die die nordrhein-westfälische Regierung eigentlich erhalten wolle, betonte der RLV. Eine Beruhigung am Futtermittelmarkt ist aus Sicht des Bauernverbandes, wenn überhaupt, erst im nächsten Frühjahr in Sicht, wenn die Sojaernten in Brasilien und Argentinien eingebracht seien und das Angebot vielleicht wieder zunehme. Unter den explodierenden Soja- und Futtermittelpreisen hätten auch die Schweinemäster zu leiden. Allerdings seien ihre Erlöse im Gegensatz zu den Ferkelerzeugern zumindest kostendeckend, erläuterte der RLV.

Aktualisiert am: 12.09.2012 14:18
Landwirt.com Händler Landwirt.com User