Revitalisierung der Lahnfriedalm

Österreichs Almen sind akut gefährdet. Eine davon, die Lahnfriedalm, wird im Zuge eines Projektes des Österreichischen Alpenvereines vom 26.07. bis zum 01.08.2009 revitalisiert.
Insgesamt 10 Helfer packen auf der Lahnfriedalm kräftig an.
Insgesamt 10 Helfer packen auf der Lahnfriedalm kräftig an.
„Viele Hände schaffen bald ein Ende“ – Unter diesem Motto arbeiten zehn Freiwillige im Alter zwischen 23 und 62 Jahren im Naturschutzgebiet Steirisches Dachsteinplateau im Zeichen der Almrevitalisierung. Gemeinsam mit Projektleiter Hans Moser, einem gelernten Techniker und Bergwanderführer aus dem Tiroler Unterland, versuchen sie auf der Lahnfriedalm fehlende Arbeitskräfte zu ersetzen und so dem Rückgang der Almen entgegenzuwirken.

Versorgung mit WasserZu den schweißtreibenden Tätigkeiten gehört zum einen die Restaurierung der alten Steinmauer. Zum anderen werden die Almen geschwendet. Das bedeutet, dass Büsche, Stauden und Giftpflanzen entfernt werden um ein weiteres Zuwachsen der Almböden zu verhindern. So wird wieder mehr Platz für die Viehhaltung geschaffen. Ein drittes Projekt betrifft die Wasserversorgung: Die Alm verfügt nicht über fließendes Wasser. Zu diesem Zweck soll eine frische Quelle unweit der Hütte angezapft werden, um in weiterer Folge ein Wasserreservoir im Talkessel anzulegen.

Almen verfallenAlmobmann Sepp Oberfrank bringt es auf den Punkt: „Bauernsterben bedeutet Artensterben“. Wenn die Almen verfallen und somit die Almwiesen verschwinden, wächst die Weidefläche zu. Die Büsche und Giftpflanzen nehmen Überhand und verdrängen eine Vielzahl an Pflanzen, die für die Artenvielfalt enorm wichtig sind.


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Aktualisiert am: 03.08.2009 18:03
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