Reiter Respiro, der neue Pick-up Bandschwader

Respiro heißt der neue Schwader von Reiter Innovative Technology. Beste Futterqualität ohne Erde und Steine: Das ist die Vision des Erfinders. Wir verraten Ihnen wer hinter der Maschine steht und wie sie funktioniert.
Mit dem Respiro hat Reiter ein Schwadsystem entwickelt, das in puncto Futterqualität, Flexibilität und Verfahrenskosten neue Maßstäbe setzen könnte.
Mit dem Respiro hat Reiter ein Schwadsystem entwickelt, das in puncto Futterqualität, Flexibilität und Verfahrenskosten neue Maßstäbe setzen könnte.
Das Konzept des Kreiselschwaders ist rund 50 Jahre alt. Die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte waren geprägt von immer mehr und größeren Kreiseln. Damit hat man die Schlagkraft gesteigert und das Nadelöhr „Schwaden“ bei der Futterernte beseitigt. Mit zunehmender Arbeitsbreite steigt aber auch die Gefahr der Futterverschmutzung, weil das Gras lange über den Boden gezogen wird bevor es im Schwad landet. Das geht unweigerlich zu Lasten der Futterqualität.
Vor diesem Hintergrund haben der italienische Hersteller ROC und später auch Kuhn das Konzept des Pick-up-Bandschwaders entwickelt. Ein durchschlagender Verkaufserfolg in Europa blieb diesen Systemen bisher verwehrt. Thomas Reiter hat die Vorteile dieser Konzepte erkannt und möchte jetzt mit seinem Respiro-Schwader den Markt neu aufmischen.

Die biegeelastische Pick-up zeichnet sich durch einen kleiner Durchmesser, sechs ungesteuerte Zinkenreihen und eine neue Zinkenfixierung ohne Schrauben in Kunststoffhalbschalen aus.
Die biegeelastische Pick-up zeichnet sich durch einen kleiner Durchmesser, sechs ungesteuerte Zinkenreihen und eine neue Zinkenfixierung ohne Schrauben in Kunststoffhalbschalen aus.
Patentiertes Konzept
Die Arbeitsweise des Respiro-Schwaders ist nicht neu: Futteraufnahme über eine Pick-up, Übergabe auf ein Querförderband und seitliche Ablage. Reiter hat aber alle Komponenten völlig neu gestaltet und um einen Rotor über der Pick-up ergänzt. „Mit dem Respiro lässt sich jedes Futter, egal ob trocken oder feucht, ob kurz oder lang, zu einem formschönen, lockeren Schwad zusammenrechen. Auch bei schwierigen Einsatzbedingungen bleiben Erde und Steine auf der Wiese“, behauptet der Erfinder. Die entscheidenden Neuerungen für eine bessere Futterqualität sind eine biegsame Pick-up mit kleinem Durchmesser, rotierende Gleitteller für die Bodenanpassung und ein Rotor für einen gleichmäßigen Gutfluss. Die Komponenten hat Reiter zum Patent angemeldet. Für das Grundkonzept der biegeelastischen Pick-up wurde das Patent bereits erteilt.
Vier rotierende Gleitteller führen die Pick-up knapp über dem Boden.
Vier rotierende Gleitteller führen die Pick-up knapp über dem Boden.
Zum Vorserienstart bringt Reiter jetzt zunächst zwei drei Meter breite Frontschwader: Das Einstiegsmodell Respiro R3 compact und R3 profi. Die profi-Version hat eine mechanische Geräteentlastung im Anbaubock. Das vergrößert den Abstand zwischen Traktor und Gerät um etwa 300 mm. Egal ob man diese Maschinen im Frontanbau oder mit einer Rückfahreinrichtung einsetzt: Das Futter wird nicht mehr überfahren!

Flexible Schwadgröße
Schon mit dem drei Meter breiten Respiro hat man eine enorme Schlagkraft. Mit ihm kann, sofern es die Geländeverhältnisse zulassen, etwa doppelt so schnell gefahren werden wie mit einem Kreiselschwader. Ein Landwirt, der die Entwicklung in der Testphase begleitet hat, berichtete uns, dass er mit diesem Frontschwader etwa 80 % der Schlagkraft seines Doppelschwaders erreichte. Besonders angetan war er von dem gleichmäßigen, lockeren Schwad und von der Flexibilität: Die Schwadgröße kann man optimal auf das folgende Erntegerät abstimmen. Auch nach mehrmaligem „Überheben“ bleibt der Schwad locker.

Das Futter wird von einem Rotor über der Pick-up aktiv auf das Querförderband transportiert.
Das Futter wird von einem Rotor über der Pick-up aktiv auf das Querförderband transportiert.
Mit dem Respiro hat Reiter ein Schwadsystem entwickelt, das in puncto Futterqualität, Flexibilität und Verfahrenskosten neue Maßstäbe setzen könnte. Mangels funktioneller und preiswerter Alternativen ist das „Futterkehren“ mit Zwei- und Vierkreiselschwadern ein bislang akzeptierter Kompromiss. Bei feuchten Verhältnissen und kurzem Gras kamen die bisherigen Pick-up-Bandschwader von ROC und Kuhn an ihre Grenzen. Mit dem völlig neuen System von Reiter könnte diese Technik auch für Europa interessant werden.

Mehr über diese neue Schwadertechnologie erfahren Sie in der LANDWIRT Ausgabe 13/2016.

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Aktualisiert am: 23.06.2016 11:52

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