Rapsstängelrüssler: Entscheidung für den Insektizid-Einsatz

Bei der Behandlung von Rapsschädlingen ist neben dem Erkennen des richtigen Schädlings auch die Auswahl eines passenden Insektizids entscheidend.
Ab Tageshöchstemperaturen von 12-15°C beginnen Rapsstängelrüssler und Kohltriebrüssler zu fliegen. Dann gilt es eine notwendige Behandlung gezielt einzusetzen.
Ab Tageshöchstemperaturen von 12-15°C beginnen Rapsstängelrüssler und Kohltriebrüssler zu fliegen. Dann gilt es eine notwendige Behandlung gezielt einzusetzen.
Ab 5–6 °C Bodentemperatur und ab–15 °C Lufttemperatur ist mit einem Zuflug der Stängelschädlinge in die Rapsfelder zu rechnen.
In erster Linie gilt es zwischen dem Großen Rapsstängelrüssler (Kennzeichen: hellgraue Farbe, dunkle Füße, kein heller Punkt am Rücken), der einen sehr kurzen Reifungsfraß hat und dem kleineren Gefleckten Kohltriebrüssler (Kennzeichen: heller Punkt am Rücken und rostbraune Füße), dessen Reifungsfraß länger dauert, zu unterscheiden.
Ein kürzerer Reifungsfraß bedeutet zugleich ein kleineres Behandlungsfenster für Insektizide.

Insektizide zur Auswahl
Zum Einsatz gelangen können synthetische Pyrethroide wie z.B. Bulldock (0,3 l/ha), Cymbigon (0,25 l/ha), Decis (0,3 l/ha), Fastac SC Super Contact (0,1 l/ha), Fury 10 EW (0,1 l/ha), Karate mit Zeontechnologie (0,075 l/ha), Mavrik (0,2 l/ha), Sumi Alpha (0,3 l/ha), Trafo WG (0,1 kg/ha) oder Trebon 30 EC (0,2 l/ha).
Diese Insektizide sollten mit einem zusätzlichen Netzmittel ausgebracht werden, wenn keine Tankmischung mit Bor oder Bittersalz erfolgt. Sollten aber bereits erste Glanzkäfer mit in der Gelbschale gefangen werden, so besitzt von den oben genannten nur Trebon 30 EC als Typ-I-Pyrethroid noch volle Wirkung gegen Glanzkäfer. Die Neonicotinoide Biscaya und Mospilan 20 SG und das neue Plenum 50 WG sollen erst später gezielt als Resistenzbrecher gegen den Glanzkäfer verwendet werden.


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Aktualisiert am: 23.02.2012 15:44
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