Rapsschrot und Rapskuchen in der Schweinemast

Der Einsatz der Rapsfuttermittel ist aus ernährungsphysiologischer und ökonomischer Sicht sinnvoll. Nun steht die Futterrationsberechnung an.
Mit Rapsfuttermitteln besteht ein Einsparungspotenzial von über 2 Euro pro Mastschwein.
Mit Rapsfuttermitteln besteht ein Einsparungspotenzial von über 2 Euro pro Mastschwein.
In der Schweinemast betragen die Kostenunterschiede zwischen der Rapsschrot- und der Sojaschrotration 80 Cent (Anfangsmast) und 98 Cent (Endmast) pro kg Futter. Hochgerechnet auf den Verbrauch eines Mastschweins ergibt sich daraus eine Kostenersparnis von € 2,31 pro Mastschwein. Den Löwenanteil dieser Differenz macht die Sojaeinsparung aus. Diese beträgt in der Ration 5,5 Prozentpunkte. Durch den hohen Phosphorgehalt in den Rapsfuttermittlen kann aber auch Mineralfutter mit niedrigem P-Gehalt gewählt werden. 10% Rapsschrot erhöhen die Versorgung mit verdaulichem Phosphor um rund 0,3 g. Man könnte daher rund 10 g Phosphor im Mineralfutter (mit Phytase) einsparen.

Verdaulichkeit
Die Verdaulichkeit der Aminosäuren liegt bei Sojaschrot bei rund 87 % und bei Rapsprodukten bei rund 73%. Bezogen auf die niedrigen Anteile in der Ration darf man jedoch den Einfluss auf die Gesamtration nicht überschätzen. Auch der niedrige Energiegehalt von RES stellt weder für Mastschweine noch für Zuchtsauen ein Problem dar. Bei einer Einsatzmenge von 10% reduziert sich der Energiegehalt um rund 0,3 MJ je 88%T. Zudem hilft bei Schweinen das Phänomen der chemischen Sättigung, d.h. von einem energieschwächeren Futter wird mehr gefressen.

Soja HP & Rapsschrot
Die Kombination von Soja HP und RES wäre aus Sicht der Futterkosten die optimale Lösung. Den notwendigen Rohfaserausgleich erreicht man mit RES, welcher zudem energie- und eiweißbezogen günstiger ist als Soja HP.

Ration Anfangsmast

Ration Anfangsmast mit Rapsextraktionsschrot

Ration Anfangsmast mit Rapskuchen

Ration Endmast mit Rapsextraktionsschrot

Ration Endmast mit Rapsextraktionsschrot

Ration Endmast mit Raposkuchen

Rationen wurden von Ing. Hannes Priller, BSP Wels, erstellt.


Aktualisiert am: 06.05.2010 09:19
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