Rapspreisentwicklung weiter regional uneinheitlich

Die Notierungen für Raps schwanken derzeit regional in Deutschland sowie international. Tendenziell gehen die Preise für Raps nach oben.
Die Preise für Raps stellen sich in Deutschland derzeit regional unterschiedlich dar.
Die Preise für Raps stellen sich in Deutschland derzeit regional unterschiedlich dar.
Die Rapspreise im deutschen Großhandel haben in der vergangenen Woche erneut regional uneinheitlich tendiert. Während sich Ware für die Monate April bis Juni an der Mannheimer Produktenbörse am Montag von zuvor 458 Euro/t bis 460 Euro/t auf 456 Euro/t bis 458 Euro/t verbilligte, erhöhten die Händler an der Hamburger Getreidebörse den Preis für prompte Lieferungen am Tag darauf um 2 Euro/t auf 465 Euro/t. In München verteuerte sich Raps am Mittwoch von 461 Euro/t auf 463 Euro/t bis 466 Euro/t. Wie die Börse in Mannheim erläuterte, wurde Rapssaat der neuen Ernte infolge der vorangegangenen Preissteigerungen zuletzt rege gehandelt. Das Preisniveau sei für die Landwirtschaft trotz Abschlägen weiterhin attraktiv. Das Augenmerk richte sich auf das Ausmaß der Auswinterungsschäden in Europa.

Internationale Situation
Auf den internationalen Terminmärkten ging es mit den Notierungen für die schwarze Ölfrucht aufwärts: An der europäischen Leitbörse Matif in Paris gewann der Mai-Kontrakt in der Berichtswoche stetig an Wert und wurde am Donnerstag mit 454,75 Euro/t abgerechnet, was im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 1,1 % bedeutete. Freitagmittag waren für denselben Future 455,50 Euro/t zu zahlen. Im kanadischen Winnipeg kletterte März-Canola binnen fünf Börsentagen um 2,8 % auf 549,20 Can$/t (415 Euro/t) am vorigen Donnerstag. Für Aufwind sorgte der Preisanstieg auf dem US-amerikanischen Sojamarkt, der von einem größeren Lieferauftrag aus China und weiterhin von der anhaltenden Trockenheit in Südamerika profitierte. Darüber hinaus ereignete sich im brasilianischen Exportterminal Santos Port ein Zusammenstoß zwischen einem Trockengutfrachter und einem Getreidebelader, was nach Einschätzung von Händlern bei einer längeren Reparaturzeit Exportunterbrechungen nach sich ziehen könnte. In Chicago stiegen März-Bohnen in der Berichtswoche um 3,4 % und wurden Freitagmorgen für 12,64 $/bu (351 Euro/t) gehandelt. Die Notierung für Sojaschrot derselben Fälligkeit bewegte sich um 4,2 % auf 331,8 $/sht (277 Euro/t) nach oben, März-Sojaöl legte bis Freitagmorgen um 2,0 % auf 53,39 cts/lb (890 Euro/t) zu. Der deutsche Biodieselmarkt zeigte sich angesichts des Anstiegs der Rohölpreise in freundlicher Stimmung: Im Norden Deutschlands erhöhte sich der Verkaufspreis für 100 l des Biokraftstoffs ab Werk laut Angaben der Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) in der Woche zum 18. Februar um 1,00 Euro auf 117,30 Euro, im Osten um 0,90 Euro auf 117,78 Euro, im Westen um 0,54 Euro auf 117,07 Euro und im Süden um 0,35 Euro auf 117,55 Euro.

Umrechnungskurse:
1 $ = 0,7562 Euro
1 Can$ = 0,7563 Euro


Aktualisiert am: 21.02.2012 09:03
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